Was man im Leben braucht

Tandem FallschirmsprungIch habe heute Nachmittag spontan einen Tandemfallschirmsprung gebucht. Mein Traum ist eigentlich, mit einem Wingsuit zu fliegen, aber dafür braucht man eine Ausbildung und das schaffe ich erst mal zeitlich und finanziell nicht. Fallschirmspringen wollte ich aber eh auch immer mal machen. Ich mag Höhen und ich mag es, Ängste zu überwinden. Vor ein paar Jahren bin ich mal mit einer Jugendgruppe auf eine Sportfreizeit in Kroatien gefahren und wir haben in den Bergen eine Mountainbiketour gemacht. Die Sonne brennt vom Himmel, keine Wolke ist zu sehen, die Reifen wirbeln Staub auf, die Muskeln schmerzen vom ständigen Bergauffahren und wenn es mal bergab geht, ist das auch nicht viel angenehmer, weil überall riesige Steine liegen und man vorsichtig sein muss, um nicht zu stürzen. Nicht romantisch, aber ich mag es, an meine Grenzen zu gehen.

Auf einer dieser Touren sind wir an eine Klippe gekommen, die für Sprünge freigegeben war. Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, die 15 Meter hinunter zu springen, der Flug war schrecklich, weil ich Angst hatte, falsch aufzukommen und der Aufprall war etwas schmerzhaft, aber das Gefühl hinterher war großartig. Genau dieses Gefühl erhoffe ich mir vom Fallschirmspringen. Außerdem wird da hoffentlich der Flug auch gut. 50 Sekunden freier Fall – das stelle ich mir großartig vor!

Was das mit dem Titel dieses Artikels zu tun hat?

Viel. Ich habe nämlich mal für mich herausgefunden, dass die besten Dinge, die mir im Leben je passiert sind, auf Zufällen und Spontaneinfällen beruhten und alles, was ich wirklich brauchte, Mut und Improvisationstalent waren. Kennt ihr Dürrenmatts Tragikomödie “Die Physiker”? Ein Satz hat mich sehr nachdenklich gemacht: Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden. Ich dachte bisher, nur das Gesagte könne nicht mehr zurückgenommen werden, aber im Prinzip stimmt es schon, dass auch Gedanken, sobald sie einmal gedacht wurden, einem immer im Kopf herumspuken. Wäre ich damals nicht von der Klippe gesprungen, hätte ich mich vermutlich ewig gefragt, wie es gewesen wäre.

Manche Dinge macht man nur deswegen nicht, weil man sich nicht dazu überwinden kann. Aber man wird nicht eher zur Ruhe kommen, bis man es ausprobiert hat und wenn man sich das erst einmal klar gemacht hat, kann man sein Leben ein ganzes Stück erfüllender gestalten. Denn dann bleibt es nicht nur bei den Gedanken, sondern es taucht immer häufiger ein “Wieso eigentlich nicht? Was kann ich denn verlieren?” auf – und darauf folgt die Tat.

Befreie dich von Ängsten

Und deswegen habe ich den Fallschirmsprung gebucht. Ich bereue es nicht. Finanziell passt’s, weil ich einen 50 % Rabatt bekommen habe. Das überlebt mein Konto.

Seit mir klar ist, dass meine Gedanken mich immer wieder dazu drängen werden, über meine Grenzen zu gehen und Neues auszuprobieren, genieße ich mein Leben viel mehr. Ich folge meinen Träumen. Ich lebe mein Leben. Und ich mache, was ich schon immer machen wollte. Wie sieht es bei dir aus? Welchen geheimen Traum hast du dir noch nie erfüllt?

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