Von Selbstliebe und Traurigkeit

Geiler TypDa wo Liebe ist, ist kein Schmerz. Schmerz ist immer ein Zeichen für einen Mangel an Liebe. Wir sehnen uns nach Liebe und oft suchen wir diese Liebe bei einem anderen Menschen. Erfahren wir diese Liebe geht es uns gut. Wir blühen auf und am liebsten würden wir die ganze Welt umarmen. Sehr oft passiert es, dass Beziehungen irgendwann zu Ende gehen. Manche empfinden dann Traurigkeit, andere empfinden Traurigkeit und Schmerz.

Aber warum empfinden manche Menschen nur Traurigkeit und andere Schmerz?

Jene, die traurig sind, verfügen über genügend Selbstliebe. Selbstliebe lässt Traurigkeit zu etwas Schönem werden. Schmerz empfinden nur die, denen die Liebe zu sich selbst fehlt. Stell dir vor, der Mensch ist ein Krug. Selbstliebe ist wie eine Quelle in diesem Krug. Ist die Selbstliebe groß, dann läuft dieser Krug über und andere Menschen sehen, wie die Liebe überschwappt und können sich an dieser Liebe laben. Sprudelt die Quelle im Inneren nur sehr spärlich oder ist gar ganz versiegt, füllt sich der Krug nur langsam oder gar nicht. Im Inneren herrscht Trockenheit und jeder, der diese Dürre in sich verspürt, sucht ständig nach Wasser, um seinen Durst zu stillen. Manche opfern sich regelrecht auf, um diese Liebe zu bekommen. Sie tun Dinge, die sie sonst niemals tun würden. Und wenn ihnen die erhoffte Liebe verwehrt bleibt, fallen sie in ein tiefes Loch. Schmerz ist die Folge und tiefe Abgründe tun sich auf.

Erst wenn wir diese Quelle der Liebe in uns gefunden haben und sie freigeschaufelt ist, kann die Liebe wieder fließen und der Krug füllt sich. Manchmal fallen Steine in diesen Krug und die Quelle ist verstopft. Dann ist es unsere Aufgabe, die Quelle von den Steinen zu befreien und wieder frei zu legen.

Lass die Quelle fließen

Solange die Quelle fließt, kann uns nichts erschüttern und egal, was auch geschieht, wir können uns unserer Selbstliebe sicher sein. Ganz gleich, ob eine Beziehung zu Ende geht oder wir einen Menschen verlieren, der uns nahe steht, es bleibt keine schmerzende Leere zurück. Wir empfinden Traurigkeit und diese Traurigkeit ist wie die Abenddämmerung. Und selbst wenn wir dann im Dunkeln stehen, so wissen wir doch, dass am nächsten Morgen wieder die Sonne lacht.

Manchmal erleben wir viele Nächte. Manche Nächte sind sehr lang, andere Nächte sind eher kurz. Und genauso ist es mit den Tagen. An manchen Tagen scheint die Sonne sehr kurze und an anderen Tagen sehr lange Zeit. In manchen Regionen geht die Sonne erst gar nicht unter und lässt sogar die Nacht zum Tag werden. Ist die Selbstliebe groß, sind die Nächte kurz und die Tage sehr lang. Manchmal kann nach einem langen Tag eine lange Nacht folgen. Doch solange die Quelle der Selbstliebe in uns fließt, können wir darauf vertrauen, dass irgendwann ein neuer Tag anbricht.

Wenn dir das nächste Mal ein Mensch begegnet, der sagt, dass er nach der großen Liebe in seinem Leben sucht, dann sage ihm, dass er die große Liebe bereits in sich trägt und nicht länger suchen muss. Und vielleicht bist sogar du selber dieser Mensch, dem du diese Worte sagst.

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