Stalking – Wenn aus Liebe ein Alptraum wird

StalkingStalker zeichnen sich dadurch aus, dass sie bestimmte Menschen in ihrem Umfeld belästigen und rund um die Uhr verfolgen. Psychischer Dauerstress beim Opfer ist eher Normalität als die Ausnahme. Stalking hat verheerende Konsequenzen für das Opfer.

Stalking Opfer fühlen sind rund um die Uhr beobachtet und haben Angst. Panikattacken und Schlafstörungen sind nur einige wenige Folgen.

Kennzeichen von Stalking

Unter einem Stalker versteht man einen Menschen, der sein Opfer beobachtet, verfolgt und schließlich sogar belästigt. In 90 Prozent aller Fälle handelt es sich dabei um Männer, die einer Frau nachschleichen. Sie verhalten sich wie Jäger und lauern hinter jeder Ecke auf das Opfer, egal ob sich letzteres gerade zuhause, auf der Arbeit oder sonst irgendwo befindet. Typisch für die meisten Stalker ist es, dass sie kurz vorher von ihrer Lebenspartnerin verlassen wurden. Ein anderer Grund kann sein, dass sie sich von der Familie oder von Freunden im Stich gelassen fühlen. Wenn du ebenfalls immer wieder Briefe, SMS oder Emails erhältst, die Drohungen enthalten oder wenn Telefonterror zu deinem Alltag gehört, bist du höchstwahrscheinlich auch bereits Opfer von Stalking.

Unterschätze dieses Problem nicht, denn in etwa 20 Prozent aller Fälle wendet der Täter früher oder später sogar Gewalt an. Ziel des Stalkers ist es, Kontrolle und Macht über dich als Opfer auszuüben und dabei ständig im Mittelpunkt zu stehen. In Deutschland sind in etwa 30.000 Menschen im Jahr Opfer von Stalking. Man kann jedoch von einer noch höheren Zahl ausgehen, da viele Fälle aus Angst nicht bei der Polizei gemeldet werden.

Warum macht ein Stalker so etwas?

Stalker haben ein Problem mit ihrem Persönlichkeitsbild, sie verfügen nämlich über keines. Eine narzisstische Veranlagung sind typisch für viele Stalker. Dennoch gibt es auch einige, die eine schüchterne und ängstliche Persönlichkeit in sich tragen. Oftmals entwickeln sich Expartner, Familienmitglieder oder Freunde plötzlich zu Stalkern. Hin und wieder handelt es sich dabei jedoch um einen völlig Fremden. Stalker fühlen sich alleine gelassen und möchten das Opfer an sich binden, um zumindest jemanden an ihrer Seite zu haben. Die restlichen 15 Prozent wollen Macht und Kontrolle verspüren und empfinden Freude, wenn sie jemandem überlegen sein dürfen.

Jemand, der einmal stalkt, wird immer stalken

Ein Mensch entwickelt sich nie von einem Moment zum anderen in einen Stalker und wird dann plötzlich wieder völlig normal. Es handelt sich vielmehr um Wiederholungstäter, da ihr Selbstwert sehr labil ist. Zu Beginn einer Beziehung kann das sich ständige Melden und SMS Schreiben zwar noch ganz süß wirken, spätestens nach ein bis zwei Jahren jedoch entwickelt sich dies für viele Betroffene zum Alptraum. Wer es mit einem Stalker zu tun hat, wird bald erkennen, dass dieser ein Nein niemals gelten lässt, egal worum es geht. Eine Trennung ist für diese Menschen der Weltuntergang. Dass ihr Weltbild falsch sein könnte und dass sie an ihrem Verhalten etwas ändern müssen, sehen sie nicht ein. Sie empfinden ihr Verhalten vielmehr als normal und ahnen nicht, welche Konsequenzen es auf das Opfer haben kann.

Was man als Opfer gegen Stalking tun kann

Wenn du Opfer von Stalking geworden bist, musst du klare Grenzen ziehen. Achte darauf, dass du SMS, Emails- und Telefonanrufe nicht beantwortest. Informiere zudem umgehend deine Freunde und Familienmitglieder über diese Situation. Ansonsten kann es passieren, dass der Stalker versucht, über diese Kontakt zu dir aufzunehmen und der Teufelskreis beginnt von vorne.

Stalking und die Auswirkungen auf das Opfer

Für Opfer ist Stalking Dauerstress. Dieser wirkt sich selbstverständlich negativ auf die Gesundheit der Betroffenen aus. Schlafstörungen sowie Panikattacken sind in diesem Fall keine Seltenheit. Einige von ihnen schotten sich von der Außenwelt ab, wollen nur noch in den eigenen vier Wänden bleiben und leben in ständiger Angst- sie fürchten um ihre Sicherheit. Alleine aus dieser Misere herauszukommen, ist fast unmöglich. Suche dir deshalb unbedingt professionelle Hilfe, wenn du in dieser Situation bist.

Was sagt das Gesetz zum Thema Stalking?

Als Privatsache, gegen die niemand etwas machen kann, gilt das Stalking längst nicht mehr. Bereits seit 2007 existiert ein Gesetz, das das Phänomen Stalking klar regelt. Wer als Stalker zwei bis drei schwere Stalking-Fälle begeht, muss mit einer Haftstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen. Dies ist zwar kein Zuckerschlecken, aber angesichts der Tatsachen durchaus fair. Alternativ dazu kann er auch zu einer Zwangstherapie gesandt werden. Die Erfolge davon sind nach aktuellem Erkenntnisstand recht akzeptabel.

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