So kannst du dein Selbstwertgefühl sofort steigern

SteigernJa, du bist schon eine Weile in den Foren dieser Welt, drei – vier Bücher hast du auch schon gelesen und -selbstredend – die ersten Erfolge erzielt. Und eines hast du garantiert auch kapiert: It’s all about self-esteem! Wenn du dieses magische Selbstwertgefühl, das die Frauen rasend macht, ausstrahlen willst, dann muss es in dir drin sein. Alles klar, das weißt du. – Aber eines fragst du dich: Wie bekomme ich dieses verdammte Selbstwertgefühl in meinen Schädel rein? Denn immer wieder brechen sie auf, die Traumata. Aus der Kindheit, der Schulzeit, der Loser-Vergangenheit und deiner Zeit im Knast und der Psychiatrie (die letzten beiden können auch eine Art von LSE-Freundin gewesen sein). Plötzlich bist du in einer Situation und kannst ganz und gar nicht der Alpha sein, der du gern wärst. Die alten Muster haben dich überrannt.

Also wie zum Henker macht man es, die Lücken ein für allemal zu schließen, die da klaffen im eigenen Möchtergern-Verführer-Hirn? Und wie macht man es, sein Selbstbewusstsein dermaßen zu festigen, dass man nie mehr zweifelt und grübelt? Du hast es geahnt: Auch das kann man sich beibringen. Der amerikanische Psychologe Nathaniel Branden setzt sich in seinen Büchern damit auseinander, ich habe einiges von ihm gelesen und habe mir hier eine kleine Zusammenfassung mit Beispielen überlegt, die ich dir gern mitgeben möchte. Das ist ausdrücklich meine persönliche Lehre aus dem Buch und ich empfehle jedem, der interessiert ist, Branden selbst zu lesen und seine eigenen Schlüsse zu ziehen.

Annahmen

Das Selbstwertgefühl ist das Image, das du bei deinem eigenen Unterbewusstsein hast. Das ist der wichtigste Satz als Basis für alles, was nun folgt. Du kannst raus gehen mit dem festen Vorsatz als nächstes der Anführer deiner sozialen Gruppe zu werden und allen so richtig zu zeigen, was du für ein toller Alpha bist. – Du hast keine Chance, wenn dein Unterbewusstsein es dir nicht glaubt. Und vortäuschen kannst du es allen, aber nicht deinem Unterbewusstsein. Das ist der Witz dabei: Etwas anderes als reale Erfahrungen wird dir dein Unterbewusstsein nie und nimmer abkaufen. So ist es nun mal gemacht. Deswegen musst du dir dieses Selbstimage mit Hilfe realer Erfolgserfahrungen beibringen.

Zudem sollten wir davon ausgehen, dass es zwei Modalitäten des Selbstwertgefühls gibt. Die Materielle und die Soziale. Der materielle Selbstwert ist das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten für sein Auskommen und seinen beruflichen Erfolg zu sorgen. Beispielsweise gehört dazu das Ablegen von Prüfungsängsten, das Überwinden der Angst seinem Job nicht gewachsen zu sein oder einfach das Vertrauen mit den Gegebenheiten des Arbeitsmarktes und irgendwelcher Krisen klar zu kommen. Der soziale Selbstwert ist das Vertrauen in sich, in sozialen Gruppen zu bestehen und Frauen verführen zu können. Beides (materiell und sozial) gehört irgendwo natürlich zusammen, doch es gibt auch klare Trennungen. Ich habe in meinem Job jede Menge Top-Ingenieure kennen gelernt, die mehr als gut bezahlt sind und wissen, dass der Markt sich um sie reißt. Nur eine Frisur, die auch eine ist, haben sie bis heute nicht hinbekommen und wenn die schöne Sekretärin vorbei kommt, beginnt das große Stottern.

Zusammenfassung: Gesucht wird ein Weg seinem Unterbewusstsein durch reale Erfolgserfahrungen glaubhaft zu versichern, dass man sozial und beruflich erfolgreich ist und darauf vertrauen kann. Dies geht nur über Erfahrungen und um an diese heran zu kommen, greifen wir parallel auf sechs Gebieten an.

Bewusst leben

  1. Stoppe deine Tagträume: Hast du schon mal in einer U-Bahn gesessen und bist von der domina-ähnlichen Computer-Stimme, die die Stationen ansagt, aufgeschreckt worden? „Verdammt das ist doch meine Station!“ Jacke in die linke Hand, Tasche in die rechte und nichts wie raus, bevor die Türe schließt! Draußen angekommen ziehst du die Jacke an und dir fällt ein, dass du gerade dein köstliches Schoko-Croissant hast liegen lassen. Du überlegst dir eine Ausrede wie „Naja, das ist ein Euro, der da gerade weg fährt. Was soll’s!“, aber dein Unterbewusstsein merkt sich: „Ich bin nicht einmal in der Lage die alltäglichen Situationen vorbereitet anzugehen und zu meistern.“ Tödlich für deine Selbstsicherheit. Das wird dir ab jetzt nie wieder passieren! Volle Konzentration auf den Augenblick! 90 % deines Arbeitsspeichers sind für die aktuelle Handlung reserviert und die restlichen 10 % für den Rahmen (z. B. deine innere TO- DO-Liste), indem diese Handlung statt findet. Und sonst gibt es nichts da draußen, dass dich ablenken kann, außer dem plötzlichen Auftreten eines weiblichen Model-Hinterns.
  2. Hinterfrage deine inneren Festlegungen: Für diesen Grundsatz kann an dieser Stelle wohl kein besseres Beispiel genannt werden, als die Verführer-Community. Was immer du vorher über Frauen und Männer gedacht hast, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hast du es alles über Bord werfen müssen. Ach, was war das für ein großartiges Gefühl, es endlich geschnallt zu haben. Endlich die Blockaden und eigenen Versagensängste ablegen zu können. Was wäre wohl, wenn es nur eine von vielen Erkenntnissen ist, die dein Leben zukünftig immer voller und reicher machen können?Lege dich niemals innerlich so fest, dass das Schloss zu und der Schlüssel weggeworfen ist! Egal was es ist. Deine politische Meinung, deine Religion, oder die Annahme, dass dein Nachbar eine Arschgeige ist. Sei offen für alles, was dein Weltbild und deinen
    Erfahrungsschatz erweitern kann. Dein Unterbewusstsein wird dabei lernen, dass es vor Neuem keine Angst haben muss und es sogar begierig aufsaugen kann. Es wird lernen, dass die Erweiterung deiner Denk- und Bewegungskreise Spaß macht und du dir jeden Tag ein Stück mehr Welt eroberst.
  3. Mach dir deine Werte bewusst: Schon mal in einer Situation gewesen, wo du eine moralische Entscheidung treffen musstest, die eigentlich total simpel war? Die Verkäuferin gibt dir zu viel Geld raus – was tust du? Du zögerst kurz, entscheidest und gehst dann mit diesem unguten Gefühl nach Hause. Vielleicht warst du ehrlich und es bleibt dieser Gedanke, dass du wiedermal der ehrliche Idiot gewesen bist. Vielleicht hast du es eingesteckt und dir noch einen fetten Döner von dem Gewinn geleistet, aber es bleibt das Gefühl ein Betrüger zu sein. Bei beiden Varianten lautet die Botschaft an dein Unterbewusstsein: „Ich bin ein wankelmütiger, ungefestigter Mensch, der nicht einmal simple Werte-Entscheidungen fällen kann. Wie bitte soll ich damit die Shittests
    der hübschen Mädels bestehen?“ Nein, auch das passiert dir nie mehr. Nimm dir Zeit über deine Werte nachzudenken und sie für dich zu setzen. Ganz konkret! Ist Treue eine Regel in deinen Beziehungen? Ist Fleisch aus Massentierhaltung für dich ok? Wie weit lässt du deinen Chef gehen, wenn er dich das nächste mal zuammenscheißt und wo ist Schluss? – Dein Unterbewusstsein wird sich merken: „Ich habe ein Wertesystem, das im Detail differenziert ist und zu dem ich ab jetzt stehe und es wird niemand mehr daran rütteln können, nicht mein Vater, der immer alles besser weiß, nicht mein Chef und auch nicht die noch so geile Rotzgöre mit ihrem hübschen Näschen. (Vergiss dabei aber nie Punkt 2 und sei bereit auch diese Werte bei Gelegenheit neu zu setzen, wenn du es für richtig hältst.)
  4. Mach dir deine Ziele bewusst: Gleich ist diese wichtige Prüfung. Du hattest dir vorgenommen gestern pünktlich im Bett und heute morgen fit zu sein. Dann kam aber dieser Film auf Pro 7, den du einfach doch zu Ende geschaut hast. Deine Inkonsequenz hat deinen Spieltrieb zur Paarung getroffen und jetzt hockst du im Bus, auf dem Weg zur Prüfung, hast Augenringe und spürst förmlich deine Müdigkeit. Und du spürst dein Unterbewusstsein, das sich merkt: „Wiedermal habe ich es nicht hinbekommen, konsequent mein Ziel zu verfolgen. Wiedermal habe ich mich abbringen lassen. Ich bin einfach zu schwach für Erfolg.“ Wiederhole Punkt 3 für deine Ziele. Mach dir konkret bewusst, wo du morgen, nächsten Monat und in 5 Jahren sein willst. Lass nie wieder zu, dass dich etwas von deinen Zielen abbringt oder ablenkt und dein Unterbewusstsein wird lernen, dass du ein unbeirrbarer Mensch bist, standfest und erfolgreich. Auch das wirst du in Folge ausstrahlen.

Zusammenfassung: Ruf dir dein Handeln, deine Werte und deine Ziele ins  Bewusstsein, mache dir konkrete Gedanken dazu und dann handele um deine Ziele zu erreichen und deine Werte umzusetzen!

Sich selbst annehmen

  1. Deine Bedürfnisse sind wichtig: Eigentlich wolltest du gestern zu dem Date mit Nadine gehen, mit der du letzten Samstag bei der Party sehr anregend geknutscht hast. Aber dann hat wiedermal deine nervige, durchgeknallte kleine Schwester angerufen, die zum zehnten mal den Schlüssel in ihrer Wohnung hat liegen lassen. Und wieder hat sie es geschafft, dir mit ihrer impertinenten Art ein schlechtes Gewissen zu machen. Es ist ja nur ein Date und hier geht es um die Familie. Du ahnst es: Auch das wird dir nie wieder passieren. Denn in Wirklichkeit hast du nicht zwischen Nadine und deiner Schwester entschieden, sondern zwischen DEINEN BEDÜRFNISSEN und deiner Schwester. Dein Unterbewusstsein hat dieser Nervbratze einen höheren Stellenwert eingeräumt als dir. Fatal für deine Selbstsicherheit! – Es werden also zukünftig nicht nur deine Affären das magische Wort NEIN kennen lernen, sondern auch alle anderen Menschen in deinem Leben. Denn ab jetzt haben deine Bedürfnisse einen Stellenwert. Natürlich sollst du nicht für ein Date deine Oma verstoßen, die gerade auf dem Sterbebett liegt. Natürlich sollst du weiterhin Prioritäten mit gesundem Verstand abwägen. Entscheidend ist, dass deine Bedürfnisse (und wenn es nur dein wöchentlicher Sauna-Besuch ist) ab jetzt einen Stellenwert haben. Und zwar einen hohen!
  2. Akzeptiere den Ist-Zustand: Da ist diese Bierplautze, die du vor dir her trägst und eigentlich schon lange weg haben wolltest. Deine englische Grammatik wolltest du auch schon längst mal in einem Kurs verbessern, denn sonst wird es nie was mit dem Job in der Projektleitung, den du anstrebst. Aber immer wenn du daran denkst, ist da dieses ungute Gefühl. Du hast da eine Schwäche, die bewusste Inkompetenz bringt immer auch einen Drang mit, den negativen Gedanken und das Gefühl der Inkompetenz zu verdrängen. Der Witz: Das von deinem Unterbewusstsein wahr genommene Gewicht eines aufgeschobenen Problems entspricht nicht dem Aufwand der zum Beheben nötig wäre. Nein, das gefühlte Gewicht wird immer größer, je länger das Problem in deinem Unterbewusstsein herum liegt. Die Regel Nummer 1 aller Psychotherapeuten, die eine Therapie beginnen, lautet: Akzeptiere den Ist-Zustand! „Ja, ich wiege zuviel und ich werde mich JETZT auf die Waage stellen und fest stellen, wie viel es ist. Und es ist verdammt noch mal OK, dass ich jetzt zuviel wiege.“ – „Ja ich habe eine Englisch-Schwäche und die ist OK!“ Alle deine Schwächen sind ok. Steh zu ihnen! Das ist die Grundvoraussetzung, um die Schwäche auszugleichen und abzubauen: Erkenne dein Problem an, erst dann kannst du anfangen es zu beheben. Ein verdrängtes Problem kannst du niemals beheben und es wird dein Selbstwertgefühl Tag für Tag fressen!
  3. Habe Mitgefühl mit dir, doch kein Mitleid: Wieder mal ein Date verkackt? Oder gleich am Anfang einen Korb bekommen? Oder bei einer Diskussion (mit 2 Promille im Turm) deinem besten Kumpel zwei Zähne ausgeschlagen? – Fehler passieren und es ist normal, sich darüber zu ärgern und entsprechend frustriert zu sein. Aber mach nicht den Fehler, deine Gedanken an diesem Punkt abreißen zu lassen! Sonst wird sich dein Unterbewusstsein merken: „Wieder ein Fehler. Wieder ein Beweis für meine Schwäche. Vielleicht hab ich es einfach nicht drauf.“ Denk einen Schritt weiter! Wie kam der Fehler? Du bist noch nicht lange gut im Verführen und da kriegt man schon mal harte Körbe. Beim Fußball warst du schon immer emotional. Der Trick: Such keine Entschuldigungen oder Ausflüchte, aber versuch dich zu verstehen! Versuche ehrlich und mit Offenheit auf eigene Fehler aufmerksam zu werden, die Situation zu analysieren und mach nicht den Fehler zu verdrängen! Dein Unterbewusstsein lernt auf diese Weise, dass Fehler eine Ursache haben und dass an dieser Ursache gearbeitet werden kann.

Zusammenfassung: Ruf dir deinen emotionalen Zustand ins Bewusstsein und nimm ihn an! Erst wenn du deine Bedürfnisse und deine wunden Punkte kennst und dich traust darüber nachzudenken, kannst du dein Leben erfüllter machen.

Selbstverantwortlich leben

  1. Denk produktiv: Irgendwie kommst du in deinem Job nicht weiter. Du tust und machst und es kommt kein Fortschritt dabei raus. Mit deiner neuen Flamme will es auch nicht klappen. Dein frisch erworbenes Verführungswissen zeigt einfach keine Wirkung und sie will und will nicht zurück rufen. – Sicher, das mit dem Job liegt an der Krise, an deinem blöden Chef und an verschiedenen anderen äußeren Umständen. Und dieses Mädel ist halt einfach LD. Die springt nicht auf dich an, weil sie eingebildet ist und keinen Sex Drive hat. Das ist mörderisch für dein Selbstwertgefühl. Die Botschaft an dein Unterbewusstsein lautet: „Die anderen können mein Leben blockieren, weil sie Macht über mich haben. Mein Erfolg hängt von der Umwelt ab, denn ich bin nicht fähig die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.“ Frage: Hat es dich in deinem Leben jemals weiter gebracht, Schuld irgendwo hin zu schieben? Nein! Niemand hat Schuld. Nicht die anderen, nicht die Umstände und auch nicht du. Die Frage muss anders gestellt werden: Was funktioniert? Wie komme ich weiter? Du kannst auf dieser Welt nur eine einzige Person ändern: Dich! Also, denke produktiv!
  2. Denk für dich selbst: Ein Beispiel aus einem Forum: Irgendwie klingt das alles ziemlich interessant, was in den Büchern und Foren über persönliche Entwicklung steht. Aber mich beschleicht das Gefühl, das ich dieses Zeug nicht lesen sollte. Sonst habe ich es ja nicht allein geschafft. Dann habe ich versagt, weil ich fremde Hilfe bekommen habe. Ich komm da nicht drum herum: Wann immer ich irgendwas auf eine bestimmte Art tue, fühlt es sich für mich an, als wäre mein Leben eine Bühne und vor mir säße Dieter Bohlen mit einer Jury und beurteilt die Performance. – Du lebst mit einer Blockade. Da war mal eine Person in deinem Leben (Elternteil, Lehrer, …), der du es einfach nie recht machen konntest. Und bis heute denkst du, dass du nur dann wirklich erfolgreich warst, wenn es dir auf der Urkunde der Anerkennung quittiert wird. Botschaft an dein Unterbewusstsein: „Die Ansprüche der anderen an mein Tun sind wichtiger, als meine. Ich bin so schwach, dass ich Ziele und Werte aufgebe, um anderen zu gefallen. Ich bin fremdgesteuert.“ Kehr auch hier das Denken um! Frage dich immer wieder ganz bewusst: Sind das hier noch MEINE Ziele, dich ich verfolge? Entspricht das hier noch MEINEN Werten, was ich tue und sage? Es mag die ersten paar Male Überwindung kosten, wenn du anderen scheinbar vor den Kopf stößt, weil du widersprichst oder „Nein“ sagst. Aber schon bald wirst du merken, wie viel Spaß und Motivation es bringt, bei seinem eigenen Ding zu bleiben. Und schon bald wirst du merken, wie andere plötzlich deine Standhaftigkeit anerkennen und ihrerseits beginnen DIR nach dem Mund zu reden. Weil du plötzlich Frame hast, und zwar mehr als sie.
  3. Es kommt niemand: Diese Überschrift steht schon fast für sich und bildet zugleich die Zusammenfassung dieses Kapitels. Es kommt kein Vorgesetzter, der plötzlich deine harte Arbeit anerkennt und dich nach oben beruft. Es kommt keine Prinzessin, die deine innere Schönheit entdeckt und deine Lücke füllt. Es kommt niemand, der dir deine Kilos wegzaubert, dir einen besseren Job sucht oder auch nur ein einziges Problem löst. ES KOMMT NIEMAND! Du musst alles allein machen. Also, fang an!

Sich selbstsicher behaupten

  1. Lebe authentisch: „Du kannst doch jetzt nicht einfach…“ Kommt dir dieser Satzanfang bekannt vor? Du sitzt im Restaurant und merkst, dass du mit deiner Bestellung daneben gegriffen hast. Das Essen ist nicht verdorben oder kalt, der Koch hat alles richtig gemacht. Es ist nur einfach nicht dein Ding, schmeckt halt nicht. Trotzdem spürst du den Drang, das jetzt aufzuessen. Du kann doch nicht einfach den vollen Teller zurück geben. Du sitzt im Kino mal wieder genau in der Mitte der Reihe. Links und rechts je 15 Leute, die M&Ms mampfen und auf die Leinwand starren. Plötzlich musst du pinkeln. Mist, die zwei Bier von vorher schlagen durch. Aber du bleibst sitzen, krümmst dich zusammen und erträgst den Film weiter mit diesem Druck auf der Blase. Denn du kannst doch jetzt nicht einfach aufstehen und dich an den Leuten vorbei quetschen. Ein Schlag für dein Selbstwertgefühl. Die Botschaft lautet: „Ich bin so wertlos, dass es besser ist mich zu verstellen und zu verbiegen, als anderen meine Bedürfnisse zuzumuten.“ DU KANNST! Meinst du der Kellner wird sterben, weil er deinen vollen Teller wieder mitnehmen muss? Meinst du die Leute im Kino werden weinend zusammenbrechen, weil sie mal ihre Füße einziehen müssen? Natürlich sollst du deinem Nachbarn nicht in die Tasche schiffen oder dich überall benehmen, wie der Elefant im Porzellan-Laden. Du darfst weiterhin Stil und Anstand bewahren, wenn dies zu deinen Werten gehört. Hier geht es um die irrationalen Ängste, die Furcht vor dem „Was sagen denn die anderen, wenn ich…“ Hinterfrage das ab jetzt konsequent und hol diese Entscheidungen aus dem Unbewussten ins Bewusste! So wird dein Unterbewusstsein lernen, dass deine Bedürfnisse einen Wert haben und du das Recht – ja, vor dir selbst sogar die Pflicht – hast, diese Bedürfnisse zu entfalten und zu befriedigen.
  2. Sei für etwas, statt gegen etwas: „Die Politiker sind doch eh alle korrupt.“ „Die Banker sind doch eh alle geldgeil.“ „Und du mit deinem Karriere-Ding bist doch auch so ein Arschkriecher.“ Kennst du solche Menschen, die mit ihren scharfem Blick und Ton die ganze Welt sezieren? Manchmal werden sie sarkastisch, laufen mit einem schwarzen Humor durch die Welt, ziehen alles ins Lächerliche und sind auf ihren destruktiven Humor auch noch stolz. Hast du dich auch schon mal dabei ertappt, wie du „Vorsicht, Ironie“ in ein Forum schreiben wolltest? Tu dir das nicht an! Die Botschaft an deine Unterbewusstsein lautet: „Alles ist sinnlos, nichts führt zu etwas, es gibt keine Perspektive für mich. Das Einzige, das ich tun kann, ist diese Tatsache humorvoll zu präsentieren und dafür ab und zu Aufmerksamkeit zu ernten.“ Sei nicht mehr dagegen, sei dafür! Überlass es anderen immer und immer wieder das Schlechte zu enttarnen. Sei du derjenige, der dem etwas Gutes entgegensetzt. Sei derjenige, der einen Plan verfolgt, der etwas erschafft. Du wirst deinem Unterbewusstsein so beweisen, dass du derjenige bist, der fähig ist sein Leben aktiv zu verbessern. Was für ein Gefühl, was für ein Turbo für deinen Selbstwert!
  3. Raus aus der Komfortzone: Hier haben wir ein Thema, das beim Frauenverführen vor allem bei der „Ansprechangst“ sehr bekannt und viel diskutiert ist. Deshalb etwas abgekürzt: Es ist eine unsausweichliche Einsicht, dass du immer und immer wieder auf unbekanntes Terrain vordringen musst, wenn du deine Kreise erweitern möchtest und dein Persönlichkeit wachsen soll. Wer auf bekanntem Terrain verharrt, also in der Komfortzone bleibt, bringt seinem Unterbewusstsein bei, dass er der Welt da draußen nicht gewachsen ist und jenseits seiner Mauer nur verlieren kann. Wer es dagegen
    lernt, immer wieder über die nächste Mauer zu springen, wird auch lernen den Kick zu lieben. Vor allem wird er es lieben immer und immer wieder zu spüren, wie geil das Gefühl ist, die neue Situation gemeistert zu haben. Dein Mut und dein Selbstvertrauen können dadurch nur wachsen.

Zusammenfassung: Bring dir bei, dass du ein entscheidender Teil dieser Welt bist, dass du sie nutzen und weiter bauen darfst, so wie alle anderen auch. Mach es zu deiner Gewohnheit deine Bedürfnisse hinaus zu tragen ohne sie zu verbiegen oder zu beschneiden!

Zielgerichtet leben

  1. Suche die Begeisterung: Der Mensch kennt im Wesentlichen nur zwei verschiedene Antriebe für seine Handlungen: Angst und Begeisterung. Denk an eine Prüfung in einem Bereich, der nicht dein Ding war. Dort hast du gelernt, um nicht durchzufallen, den Kram vor dir her geschoben und am Ende nur das nötigste schnellstmöglich abgefrühstückt. Denk an die erste Freundin zu deiner Nerd-Zeit. Zu der warst du nett, damit sie dich mag und hast Sachen für sie getan, damit sie dich nicht verlässt. Das ist Angst! Jetzt denk an dein Lieblingsfach: Dort war die Prüfung egal. Du hast dir das alles reingezogen, weil es Spaß gemacht hat. Du hattest einen Lauf, wolltest von allein immer weiter und der Erfolg kam nebenbei. Die 1 in dem Fach war dir sicher und
    trotzdem hast du sogar noch weiter gearbeitet. Und die Mädels, jetzt wo du weißt, wie es läuft, kommen sie von allein. Das ist Begeisterung! Mach diese Begeisterung zum Motor deiner Handlungen! Denke bei allem, was du tust an das Ziel, dem du mit dieser Handlung näher kommst! Achte darauf, dass deine Ziele VON DIR gewählt sind! Wenn dein „Ziel“ ist, die Erwartung eines anderen zu erfüllen oder jemand anderen zu beeindrucken, handelst du nicht mehr aus Begeisterung, sondern aus Angst den anderen zu enttäuschen. Streiche Handlungen, die überhaupt kein Ziel haben, weg! Zuviel TV und Daddeln am PC zum Beispiel. Wo dein Unterbewusstsein bisher überzeugt war, das ganze Leben sei eine mühevolle Verteidigung des Ist-Status‘, wird es nun lernen, dass jede deiner Handlungen ein weiterer Schritt in Richtung Erfolg ist. Wieder ein Schub für dein Selbstwertgefühl!
  2. Formuliere Etappen-Ziele: Es gibt nur eine einzige Möglichkeit abends vor dem Schlafen an den Tag zurück zu denken und ein gutes Gefühl zu haben: Du musst einem Ziel näher gekommen sein. Der Mensch ist nun mal so gestrickt, dass alles andere im Kopf irgendwie keinen Sinn ergibt. Gönn dir dieses gute Gefühl! Gönn deinem Selbstbewusstsein das Vertrauen auch morgen, übermorgen und nächste Woche jeden Tag ein Stück weiter zu kommen. Setz dir Ziele auf allen Ebenen: Kleine Ziele für die kommende Woche, mittlere Ziele für das nächste Jahr und ein oder zwei große Ziele für die nächsten 5 Jahre.

Zusammenfassung: Ziele verfolgen macht glücklich! Setze dir Ziele, achte darauf, dass es wirklich DEINE Ziele sind und erreiche sie. Das wird sich unweigerlich auf dein Selbstwertgefühl und dein Charisma auswirken. Interessierte Menschen sind interessant, gelangweilte Menschen sind langweilig. Erstere haben Ziele, letztere haben keine.

Integrität

  1. Beende den Selbst-Verrat: Kennst du die kleinen Notlügen? Irgendwas ist gewaltig schief gelaufen, aber um nicht zugeben zu müssen, dass du einen Fehler gemacht hast, erfindest du eine Ausrede. Oder die kleinen Übertretungen? Stehlen findest du eigentlich ziemlich scheiße, aber wenn du ein herrenloses Handy in der S-Bahn finden würdest und gerade keiner schaut, dann würdest du es einstecken. Oder deine Freundin vertraut dir, dass du dich an die ausgemachte Treue in der Beziehung hältst, aber dann kommt eine Frau, die du schon lange mal mit heim nehmen wolltest und du brichst es einfach. Der entscheidende Satz, den man in solchen Situationen zu sich selbst sagt, lautet: „Das weiß ja nur ich.“ – Und dieser Satz frisst zugleich dein Selbstwertgefühl, denn in dem Satz steckt die Wortkombination „nur ich“. NUR du? NUR? Die Botschaft an dein Unterbewusstsein lautet: „Ich bin so schwach, dass ich entweder nicht zu meinen Werten stehen kann oder Werte vortäuschen muss, die ich gar nicht habe, um anderen zu gefallen.“ Verrate und verleugne dich nicht mehr. Wenn du einen Fehler gemacht hast, steh dazu. Du hast wie jeder andere das Recht Fehler zu machen. Ja, du hast dies oder jenes mal verkackt, na und? Wenn du nicht monogam leben willst, dann tue es einfach nicht. Aber erzähl den Mädchen keine Märchen, sondern steh dazu. Und wenn du nicht stehlen willst, dann lass es bleiben. Das Handy aus der S-Bahn ist nicht annähernd so viel wert, wie das großartige Gefühl, dass deine Wertvorstellungen ein unerschütterlicher Fels sind!
  2. Das Wort ist der Schatten der Tat: Der Satz sagt eigentlich alles. Denke an die Menschen in deinem Umfeld: Was beeindruckt dich mehr? Jemand, der dir erzählt, was er alles tut und kann? Oder jemand der handelt und Taten sprechen lässt? Genau das Gleiche gilt für dein eigenes Unterbewusstsein. Hirnwichserei und Selbstverarsche bringen dich nicht weiter. Nur wenn du handelst und dabei Erfolge feierst, wirst du auch dein Unterbewusstsein beeindrucken. Und dann kannst du spüren, wie das Selbstwertgefühl steigt.
  3. Positive Ausstrahlung ist eine Investition: Wenn du dich an die Regeln 1 und 2 hältst, wirst du automatisch spüren, wie andere dir immer mehr Anerkennung und Vertrauen entgegen bringen. Genau wie du das bei anderen auch tun würdest, wenn sie nach diesen Regeln lebten. Und natürlich ist auch dieses zurückgegebene Vertrauen ein Schub für dein Selbstwertgefühl.

Zusammenfassung: Integer zu leben macht Spaß, gibt Kraft und erhöht den Selbstwert. Außerdem erzeugt es Vertrauen und Anerkennung bei anderen und dieses Feedback erzeugt erneut höheres Selbstwertgefühl.

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