So kannst du deinen Schüchternheit schnell bekämpfen

SchüchternIn diesem 7 Punkte Programm möchte ich dir helfen deine Schüchternheit so schnell wie möglich zu überwinden. Also legen wir gleich los mit Schritt 1.

Schritt 1: Mentale Vorbereitung

Du solltest dir überlegen was hinter deiner Schüchternheit/Introvertiertheit steckt:

  • Ist es Angst, weil du als Kind/Jugendlicher mit Offenheit schlechte Erfahrungen gemacht hast?
  • Vielleicht warst du schon immer schüchtern, und hast Angst zurückgewiesen zu werden?
  • Möglicherweise glaubst du, du bist zu wenig wert, als dass man dich mögen könnte?
  • Kann es sein dass du körperliche „Mängel“ hast, die dich an deinem Wert zweifeln lassen?
  • Eventuell ist es in deiner Familie einfach üblich, ruhig zu sein, und du deshalb hast es nie anders gelernt?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten aus diesen negativen Glaubenssystemen herauszukommen, ich selbst favorisiere die Methode „Erkennen – Annehmen – Erweitern“.

  1. Erkennen heißt du findest die Gründe.
  2. Annehmen heißt du akzeptierst,dass es eben so war und ist, und das es ein Teil von dir ist.
  3. Erweitern heißt du beginnst mit kleinen Schritten ab jetzt anders zu handeln, du erweiterst deine Handlungsmöglichkeiten.

Schritt 2: Äußerlichkeiten verbessern

Bevor du mit anderen Leuten Kontakt aufnimmst, solltest du folgendes prüfen und gegebenenfalls korrigieren:

  • Hygiene: Duscht du dich regelmäßig, putzt du dir die Zähne (auch den weißen Belag im hinteren Bereich der Zunge entfernen), gehst du zum Zahnarzt?
  • Körper: Es liegt in der Natur der Sache, dass nur die wenigsten Menschen Topmodels sind. Trotzdem solltest du deiner Umwelt signalisieren, dass du zufrieden mit deinem Gesicht bist. Deshalb solltest du dich regelmäßig rasieren, und dich nicht hinter einem Bart verstecken, und dir einen modernen Haarschnitt zulegen. Jeder Friseurbesuch sollte übrigens kurzfristig das Selbstwertgefühl steigern, falls das bei dir nicht so ist, solltest du noch einmal deine inneren Glaubenssysteme hinterfragen. Körperlich kannst du dir langfristig was Gutes tun, indem du aufhörst zu rauchen, zu saufen, Drogen zu nehmen, und dich stattdessen besser ernährst und Sport betreibst.
  • Kleidung: Der alte Spruch „Kleider machen Leute“ gilt noch immer. Investiere ein paar Euro in aktuelle Kleidung, und hör auf mit dem fünf Jahre alten Pulli oder dem ausgewaschenen „Sepultura“-T-Shirt rumzurennen. Kauf dir die Kleidung in der du dich wohl fühlst. Lass dich von Verkäufern beraten, lass dir aber nix andrehen. Nimm jemanden mit, einen guten Kumpel, ne gute Freundin, Schwester oder Bruder.

Versuch dir vorzustellen, wie würdest du auf jemand reagieren, der so wie du daherkommt. Wenn bestimmte negative Dinge da sind, die du noch verbessern kannst, verbesser sie.

Schritt 3: Mit Männern reden

Beginne kurze Gespräche mit Vertretern deines Geschlechts. Dabei hast du keinen Stress, erfolgreich sein zu müssen (naja außer …).

Das können simple Gespräche mit einem Verkäufer sein, mit dem alten Mann der an der Bushaltestelle wartet oder einfach jemandem um simple Gefallen bitten („Können Sie mir sagen wie spät es ist?“, „Können Sie mir zwei Euro wechseln?“, „Wissen Sie wo ich die Cornflakes finde?“, „Können Sie mir sagen wo die Sowieso-Straße ist?“, „Können Sie mir gute Lokale in der Nähe empfehlen“). Oft ergeben sich Möglichkeiten das Gespräch über die einfache Frage hinaus zu verlängern, weil derjenige dann z. B. selbst in Richtung der Sowieso-Straße geht, und man kann dann anknüpfen („Aha, wo genau müssen Sie denn hin?“, „Sind sie aus der Gegend?“). Die Leute reden lieber mit einem wenn man auch ein bisschen von sich selbst erzählt, z. B. was man in der Sowieso-Straße zu tun hat, warum man sich in der Gegend nicht auskennt, etc.

Zum Abschluss bedanken, verabschieden, evtl. Hand schütteln, schönen Tag wünschen (eh klar).

Schritt 4: Freundschaften schließen

Erweiter deinen Freundeskreis. Halte Kontakt mit deinen Kollegen, geh mal mit wenn sie immer Dienstags auf Bierchen gehen. Trete Vereinen und Clubs bei, von mir aus auch einer Partei oder einer Sekte (bleib aber innerlich kritisch! Du bist nur dort um Leute kennenzulernen.). Oder mach nen Tanzkurs, nen Töpferkurs, oder ein Was-Weiß-Ich-Seminar.

Du solltest jedenfalls Menschen kennen lernen, und rausgehen aus deiner selbst erschaffenen Isolation. Wenn du einen Menschen kennst, kannst du über ihn weitere kennen lernen. Spring über deinen Schatten, und ruf jemanden an den du schon jahrelang nicht gesehen hast, und mach ein Treffen aus. Trau dich zu fragen, ob du bei Aktivitäten mitmachen kannst, seien es Parties, Wanderungen oder Schwimmen gehen. Und trau dich dann hinzugehen.

Wenn du genug Freunde hast, organisier selbst Treffen. Das kann ein Spieleabend sein, ein lustiges Beisammensein, eine Videosession, eine Party oder auch ein (Interrail-)Urlaub. Mach was draus.

Sei generell zuverlässig und pünktlich („Ein Mann ein Wort“), wenn wirklich was dazwischenkommt, ruf an und sag ab. Das ist das A&O.

Schritt 5: Mit „hässlíchen“ Frauen reden

Bevor du dich an die wagst, bei denen du (noch) kein Wort rauskriegst und rot wie eine Tomate anläufst, übe an den Frauen, die dich nicht anziehen. Du unterhältst dich mit alten Frauen, du unterhältst dich mit fetten Frauen, du unterhältst dich mit hässlichen Frauen, du unterhältst dich mit Kindern. Also generell Frauen, von denen du nichts willst, bei denen du ganz normal bleiben kannst.

Das hat den Sinn, du lernst dabei das Frauen auch nur Menschen sind, vor denen man sich nicht fürchten braucht. Gleichzeitig wirst du feststellen, wenn du nicht gleich mit der Tür ins Haus fällst, weil du eben kein eindeutiges Interesse zeigst, dann sind die Frauen offener und interessierter an dir. Wunder dich nicht, wenn du, gerade weil du nicht interessiert bist, von unattraktiven Frauen „bedrängt“ wirst. Das heißt sie werden dich zufällig berühren und eindeutige Signale senden, doch endlich nach der Telefonnummer zu fragen.

Zu Übungszecken, frag ruhig nach der Telefonnummer. Also vorausgesetzt die Madame ist einigermaßen in deinem Alter. Besser gesagt, frag nicht, fordere sie, indem du sagst: „Schreib mir deine Telefonnummer auf, (vielleicht können wir ja mal was gemeinsam unternehmen)“.

Denke auch daran, selbst die hässlichsten Frauen haben Freundinnen, die dich vielleicht interessieren könnten. Wenn du menschlich korrekt bleibst, freundlich, offen und selbstbewusst, wird sie dich wahrscheinlich ihrem Umfeld vorstellen. (Anmerkung: Menschlich korrekt bleiben heißt für jeden etwas anderes. Wenn du beim ersten Telefonat oder beim ersten Treffen erwähnst, dass du nur eine Freundschaft willst, dann ist das sicher das korrekteste. Ich persönlich sage es nicht, ich verhalte mich einfach dementsprechend, indem ich auf romantische oder sexuelle Bemerkungen im Gespräch bewusst nicht einsteige, und ein Umfeld schaffe, das auf Freundschaft hinweist, z. B. nicht mit ihr alleine treffen, sondern mit Freunden, und ihr sagen sie kann ruhig wen mitnehmen. Meiner Erfahrung nach ist sowas für Frauen eindeutig)

Schritt 6: Mit attraktiven Frauen reden

Wenn du dir deiner selbst soweit sicher bist, mit Männern und Frauen gleichermaßen locker zu reden, dann sind hübsche Frauen auch kein Problem mehr.

Du solltest immer im Hinterkopf behalten, sie sind auch nur Menschen, und haben es nicht verdient nur aufgrund ihres Äußeren besser (oder schlechter?) behandelt zu werden. Deshalb behandelst du sie einfach gleich wie die andere Menschen, nämlich freundlich, korrekt und menschlich. Mit dieser Methode kommst du bei ihnen auch am Weitesten.

Solltest du feststellen, dass sie dich umgekehrt mit weniger Achtung, Freundlichkeit und Respekt behandelt, dann hör auf mit ihr zu sprechen. Lass dich nicht zum Bettvorleger machen, nur weil hundert andere Typen es so bei ihr machen. Es bringt nichts, und dein Selbstwertgefühl leidet darunter. Und du wirst langweilig für sie. Dieser Absatz gilt übrigens für alle Menschen mit denen du Kontakt hast!

Im Gegensatz zu Frauen, die du nicht anziehend findest, musst du hier natürlich dein Interesse bekunden, indem du auf das was sie dir durch Worte und Handlungen anbietet, in irgendeiner Weise einsteigst. Gleichzeitig solltest du selbst aktiv werden, besonders wichtig ist, dass du sie anfangs hie und da berührst, später ihre Hand nimmst, und sie natürlich küsst. Der beste Moment zum Küssen ist dann, wenn du daran denkst, sie zu küssen.

Wenn Du sie küssen willst, küss sie! Schau auf ihre Lippen, dann in ihre Augen, und küss sie. Frag nicht ob du sie küssen darfst, tu’s einfach. Frag generell nicht ob du irgendwas darfst, sondern handle. Spätestens beim ersten Kuss entscheidet sich, ob sie Interesse an dir hat oder nicht. Wenn sie sich nicht küssen lässt, oder dir die Wange hindreht, hat sie keines. Solltest du in dem Moment das verdächtige Gefühl haben, überstürzt gehandelt zu haben, weil du erst seit 5 Minuten mit ihr im Kaffeehaus sitzt, dann war’s wohl tatsächlich überstürzt. Bleib dann innerlich gelassen und sag z. B. erschüttert „Du weißt wirklich wie man einen besonderen Moment zerstört“, und probiers am Ende des Treffens nochmal. Der erste Kuss am Ende des Treffens ist zwar klassisch, aber meistens passend. Du musst sie nicht unbedingt beim ersten Treffen küssen, aber je früher du es machst, desto eher weißt du wo du bei ihr stehst. Je länger du wartest, desto eher bekommst du den Spruch: „Hey du lass uns nur Freunde bleiben, ok“ zu hören.

Schritt 7: Just Do It Always

Wenn immer sich die Möglichkeit zum Reden ergibt, nutze sie. Ganz egal ob es nur ein Wort ist, oder eine stundenlange Diskussion. Mach einfach den Mund auf! Es wird dir eine Menge Freude machen, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Und glaube mir, es wird dich noch mehr freuen, wenn du damit einem anderen (schüchternen?) Menschen den Tag durch ein paar lockere Worte und ein freundliches Lächeln vergoldest.

Dieser Beitrag wurde unter Persönlichkeitsentwicklung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.