Was ist der Schlüssel zum Glück?

Schlüssel zu GlückIch befürchte, dass dieser Artikel lang werden wird. Aber diese Gedanken brodeln schon lange in meinem Kopf und langsam habe ich das Gefühl, dass ich sie zu Papier bringen kann. Ich habe den Eindruck, dass es einen Weg zum Glück gibt und dass das Begehen dieses Weges mit dem Kern der Pickup Community zu tun hat. Schließlich ist das ein reiner Inner Game Artikel.

Aufriss der Pickup Community

Wer sind wir hier? Im Grunde sind wir Männer, die hierher gekommen sind, um mit Frauen mehr Erfolg zu haben. Es hat uns etwas gefehlt im Leben, es ist irgendein Loch, das wir hier zu stopfen versuchen. Hört mal genau hin. Hört mal, was die Gurus propagieren. „You have to trigger attraction“ sagt z. B. David DeAngelo – du musst das Gefühl der Anziehung bei einer Frau erzeugen. Gleichzeitig spricht er von Neediness, also einem Verhalten, das nach Aufmerksamkeit und Bestätigung sucht. Aber wie ist denn die Absicht, dass man in einer Frau ein Gefühl erzeugen will, im Allgemeinen motiviert?

Wir wollen, dass die Frau uns mag. Wir wollen, dass sie uns gibt, was wir wollen – Sex, Bestätigung, soziale Anerkennung (wozu sind denn sonst Pivots da??). Hier ist DeAngelo widersprüchlich. Aber ich will jetzt nicht auf ihm herumreiten. Hör mal genau hin, was propagiert wird auf Pickup Werbeseiten. „Lerne jede Frau zu verführen, die du willst“, „Besuche unseren Kurs und du wirst jede Frau verführen können.“ „Zahle NUR 500000 Euro und du bekommst, was du willst.“ Und dann gehen wir hin und versuchen, das zu bekommen, was wir haben wollen. Haben, haben und haben, immer wieder haben. Genau das ist needy. Ist es nicht so?

Im Grunde, wenn man genau hinhört, dann ist diese ganze Werbung darauf ausgerichtet, unsere Ängste anzusprechen. „Hast du das Gefühl, dass, egal was du tust, irgendwas mit dir nicht ok ist?“ Wir haben Angst, etwas nicht zu sein (z. B. attraktiv) oder etwas nicht zu bekommen, was wir wollen. Was machen wir also? Wir versuchen die ganze Zeit, das zu bekommen, was wir wollen. Was haben wir denn für Ziele? Jede Frau verführen können. Ein Alpha zu sein, bei dem alle Weibchen nasse Höschen bekommen und der von allen Männchen bewundert wird. Oder wir wollen DIE RICHTIGE treffen, die uns glücklich macht. Wir wollen geliebt werden. Das ist doch die Natur unserer Ziele. Nun, das sind unsere Ziele und man soll sich ja Ziele setzten, richtig?

Falsch. Ziele setzen, ja. Aber nicht so. Mit diesen Zielen erreichen wir nichts. Oder genauer, wir erreichen genau das, was wir versucht haben zu vermeiden. Warum? Weil unsere Ziele durch Angst motiviert sind. Und man bekommt immer das, wovor man Angst hat.

Warum das?

Zwei Beispiele: Jemand ist eifersüchtig, weil er Angst hat, den Partner zu verlieren. Diese Angst führt dazu, dass er den Partner unter Druck setzt und Treue von ihm fordert. Im Grunde fühlt sich der Partner dann unter Druck gesetzt und geht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit fremd. Und voilà, wir haben erreicht, wovor wir Angst hatten.

Oder wir haben Angst davor, beim Ansprechen einer Frau abgelehnt zu werden, daher fühlen wir uns nicht selbstbewusst und locker, was die Chance erhöht tatsächlich abgelehnt zu werden. Ganz einfach.

Das ist immer so, weil die Welt uns spiegelt und wir unsere eigene Realität selbst erschaffen. Was ist dann die Lösung? Wir haben Angst, etwas nicht zu bekommen, das wir wollen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Wir erreichen das, was wir wollen und sehen zu, dass unsere Angst nicht gefüttert wird. Die Hoffnung ist, dass wenn wir nur genug bekommen, dass wir dann satt sind. Aber unsere Angst ist nicht wie der Magen, der irgendwann voll wird, wenn man nur genug hineinkippt. Nein. Sie ist genau das Gegenteil. Je mehr wir versuchen, diese Angst zu befriedigen, desto mehr Angst bekommen wir. Genau wegen dieser Spiegelung. Es ist, also ob wir das innere Feuer in uns löschen wollten, indem wir dem Feuer das geben, was es will. Nur wird dieses Feuer dadurch immer größer.
  2. Wir lassen unsere Ängste los: Genau darum geht es. Wenn wir aufhören, Angst zu haben, dann sind wir auf dem richtigen Weg zum Glück. Denn das, was uns fehlt, kann nicht durch äußere Befriedigung erreicht werden, sondern nur durch Aufgeben des Gedankens, dass uns etwas fehlt. Genau das ist gemeint, wenn Menschen sagen, das Glück ist in dir oder deinem Herzen und niemand dir das geben kann, was dir fehlt und dass nur du dazu in der Lage bist.

Wir handeln aus unserer Angst heraus. Das ist der grundlegende Inner Game Fehler der Pickup Community. Jetzt wissen wir, was gemeint ist damit, dass Glück in unserem Herzen ist. Und wer sich fragt, was Glück mit Pickup zu tun hat: Glückliche Menschen sind attraktiv. Sie sind wie wahren „Alphas“. Gut. Nur, wie kommen wir an dieses verflixte Glück heran??

Erster Schritt: Sich der Ängste bewusst werden

Wir wollen unsere Ängste und innere Zweifel loswerden. Als erstes müssen wir sie bemerken. Wir müssen merken, wenn unser Handeln/unsere Ziele von Ängsten motiviert sind. Der Schritt ist nicht schwer: Immer wenn wir etwas wollen, müssen wir uns fragen, „Warum eigentlich will ich das?“ Zum Beipspiel Berühmtheit. Warum fahren so viele Teenager auf DSDS ab? Weil sie berühmt und damit geliebt werden wollen. Weil sie Angst haben, nicht geliebt zu sein?

Warum wollen viele Menschen reich werden? Weil sie sich erhoffen, alles leisten zu können, was sie wollen und dann anfangen können, das Leben zu genießen. Nur ist es offensichtlich, dass Reichtum sie nicht glücklicher machen wird, weil wir im Westen hier im Vergleich zu armen Ländern bereits reich sind. Aber es ist noch immer nicht genug. Reichtum ist nur eine weitere Illusion, der wir hinterher hechten, mit der wir unser inneres Loch stopfen wollen. Und weswegen? Aus Angst. Angst, nicht genug haben zu können, kein erfüllendes Leben leben zu können.

Und das Paradebeispiel? Na klar. Frauen. So viele, wie möglich. Jetzt braucht man kein Prophet mehr zu sein: Frauen werden uns ebenfalls nicht glücklich machen. Weil wir Angst haben, dass uns ohne Frauen etwas fehlt. Wir müssen als ersten Schritt also unsere Ziele überdenken und auf ihre Ursachen hin prüfen. Wenn die Ziele von Angst geleitet sind, dann müssen sie überdacht werden!

Dann müssen wir im Alltag durch Angst motiviertes Handeln entdecken. Sind wir gerade dabei, jemanden zu überzeugen und wollen Recht behalten? Wollen wir, dass er unsere Meinung annimmt? Wollen wir ihn ändern? Ändern wollen ist nur eine andere Form von Angst. Angst, dass jemand nicht so ist, wie wir ihn haben wollen. Hier ist das Wort wieder: HABEN WOLLEN. Anstatt geben wollen und akzeptieren. Dies war gerade ein Beispiel, wie man Motive für unser Handeln auf Angst zurückführt. Dies braucht etwas Übung, ist aber möglich.

Zweiter Schritt: Ängste loslassen

Haben wir angstgeleitete Motive und Ziele erst entdeckt, dann können wir sie loslassen. Warum sollten wir? Weil sie ins Verderben führen. Weil sie uns Menschen nicht glücklich machen. Vor allem, weil sie uns nicht das geben, was wir von ihnen insgeheim erhoffen.

Loslassen ist nicht so schwer, wenn man die Angst erst entdeckt hat. Ist man dabei gerade jemanden unbedingt überzeugen zu wollen? Dann lässt man los, indem man sich sagt, „Ok, er hat eine eigene Meinung und er hat das Recht so zu leben, wie er will. Hier geht es um nichts. Wir haben einfach nur ein interessantes Gespäch.“ Was Frauen betrifft bedeutet loslassen, dass man kein Ziel hat, nichts von der Frau bekommen will. Man geht hin mit der Einstellung, die Frau kennenzulernen und interessiert sich für sie. Kein Plan, nichts erzwingen. Wenn die Frau interessant und attraktiv ist, dann eskaliert man und „verführt“ sie. Fertig. Wenn nicht, dann eben nicht. Wenn man nichts erwartet, dann passieren die schönsten Dinge. Ja, man kann es nicht anders nennen, das Glück tritt ein.

Das Glücksparadoxon

Ist Ziele setzen jetzt falsch? Wenn man etwas erreichen – in anderen Worten für sich HABEN will – dann ist das doch wieder angstgeleitet!? Hmm. Scheinbar kann man zwei Dinge machen:

  1. Mit sich jetzt zufrieden und glücklich sein: Aber glücklich sein ohne Ziele? Man bleibt stecken, tut nichts und ist nur gelangweilt. Und das macht unglücklich. Der berühme antike Dionysos, der den ganzen Tag glücklich in seinem Fass liegt, ist ein illusorisches Ideal. Das funktioniert nicht.
  2. Ziele haben: Aber ist nicht jedes Ziel dadurch motiviert, dass man unzufrieden ist mit der aktuellen Situation? Wäre man zufrieden, bräuchte man doch keine Ziele zu haben. Als ist man doch im Grunde immer unzufrieden bis auf die wenigen euphorischen Momente im Leben, wenn die Ziele erreicht werden.

Scheinbar ist es so. Irgendwie macht das doch keinen Sinn. Es ist paradox. Aber die viele Widersprüche, enthält dieses etwas, woraus man lernen kann und durch ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge verstehen kann. Hier ist die Auflösung des Rätsels: Der Weg ist das Ziel.

Im Grunde ist man sehr zufrieden und glücklich mit der eigenen Situation, die aber nicht statisch ist, sondern immer in Bewegung, in Bewegung auf das Ziel hin. Diese Bewegung ist der Weg zum Ziel. Zu lernen, diesen Weg zu genießen (beim Pickup gehört dazu, auch auf die Schnauze fallen zu können, mit Abfuhren fertig werden etc.) ist mit ein Schlüssel zum Glück.

Und das Gefühl, das man dabei hat ist positiv. Weil man auf dem Weg zum Ziel ist und diese Vorfreude und die Gewissheit hat, dass man es erreichen wird. Man soll sich auf jeden Fall Ziele setzen, diese positiv formulieren. Das ist wichtig, weil man dann auf etwas Positives hinläuft und nicht von etwas Negativem wegläuft! Es ist die Betrachtung der Situation nicht durch die Unzufriedenheitsbrille der heutigen Situation sondern durch die Zufriedenheits- und Vorfreudebrille der Zielsituation. Darin liegt der Genuss des Weges zum Ziel. Man macht den Weg nicht nur, um das Ziel zu erreichen, sondern weil der Weg das Geile ist, weil der Weg selbst das Ziel ist.

Ein Beispiel: Wenn mir der Geist aus der Wunderlampe anbieten würde, mir im Nu den Erfolg zu verschaffen, den ich im Pickup erreichen will, dann würde ich sein Angebot ablehnen. Ehrlich. Weil der Weg zu geil ist. Weil er mich erfüllt.

Auf diese Weise kann das Glücksparadoxon aufgelöst werden und man ist dem Glück wieder ein Stückchen näher.

Im Moment leben

In welcher Zeit lebt man, wenn nur das Ziel wichtig ist und nicht der Weg? Richtig. Die Zukunft. Das Ziel ist in der Zukunft. Und was machen viele Menschen? Genau das. Sie leben in der Zukunft.

  • „Wenn ich erstmal die Schule beendet habe, dann beginnt die Freiheit und ein geiles Leben.“
  • „Wenn ist erstmal das Studium beendet habe, dann kann ich endlich machen, was ich will.“
  • „Wenn ich erstmal genug Geld habe, dann kann ich mich zufrieden zurücklehnen und das Leben genießen.“

Kennst du die „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ von Heinrich Böll? Genau den Punkt spricht sie an. „Wenn ich erstmal die Skills habe, alle Frauen zu attracten, dann habe ich alles, was ich will.“

Wir leben zu sehr in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Und was machen wir in der Gegenwart? Wir sorgen uns, sind im Stress, dass das, was wir von der Zukunft erwarten auch ja eintritt. Wir stellen Erwartungen und Hoffnungen und sind enttäuscht, wenn sie nicht eintreten. Oder wir denken darüber nach, was passiert ist und wie scheiße doch alles gelaufen ist.

Nein. Keine Erwartungen mehr. Kein Erzwingen mehr. Kein Werden mehr. Einfach nur Sein. Im Moment sein. Entspannen und zulassen, das wahrzunehmen, das uns die Sinne im Moment mitteilen. Die warme Brise. Der Duft der feuchten Erde, einer feuchten Muschi. Der Furz, den man eben selbst gelassen hat. Die Finger, die gerade über die Tastatur gleiten, das Wasser eines sonnigen Brunnens fühlen, oder im Anus einer Frau stecken. Sich der Eindrücke der Sinne bewusst werden. Einfach nur sein. Die Aufmerksamkeit auf die Gegenwart lenken und den Moment erleben. Glücklich sein.

Mit dem Genuss des Weges als das Ziel wird genau das gefördert. Weil der Weg jetzt ist, in der Gegenwart. Die Gegenwart wird zum Ziel und das ist der Kern der glücklichen Zufriedenheit. Alles passt zusammen.

Liebe Freunde, wenn wir uns das zu Herzen nehmen, dann brauchen wir uns keine Gedanken mehr zu machen über das Inner Game. Das Glück ist das ultimative Inner Game. Wenn wir Pickup mit dieser Einstellung betreiben, dann bin ich fest davon überzeugt, dass Pickup glücklich macht! 🙂

Was bleibt denn übrig zu wollen, wenn man glücklich ist? Es bleibt ein geiles Leben. Ein geiles turbulentes, aufregendes und absolut erfüllendes Leben, auf das man hinterher zurückschaut und sich sagt „Ja! Das ist ein Leben, das zu leben es Wert war!“

Vieles davon, was ich hier erzählt habe, wird dir bekannt vorkommen. Natürlich! Ich habe das Rad schließlich nicht neu erfunden, sondern nur für mich neu entdeckt. Das absolut Geile daran ist aber, dass der Grund für deine teilweise Vertrautheit mit dem Inhalt der ist, dass meine Ausführungen einfach nur Teil eines großen zusammenhängenden und in sich stimmigen Glückspuzzles ist, eines Puzzles, das glücklich macht, wenn man es löst.

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