Tipps zur Profilgestaltung in Kontaktbörsen

ProfilWer sich bei einer Kontaktbörse angemeldet hat, steht vor der Herausforderung sich aus der Masse abzuheben. Neben einem guten Profilbild und einem ansprechenden Nicknamen ist das Profil der erste Eindruck, der über den Erfolg entscheidet. In der Regel haben Frauen es leichter, da meist sie diejenigen sind, die von Männern angeschrieben werden. Während insbesondere bei gut aussehenden Frauen oftmals schon ein gutes Foto reicht um den Postkasten zu füllen, haben es Männer diesbezüglich ungleich schwerer. Dennoch tun Männer wie Frauen gut daran, sich bei der Profilgestaltung Zeit zu nehmen.

Was hat die Profilgestaltung mit Marketing zu tun?

Wer sich ein wenig mit Marketing auskennt, hat zumindest schon einmal etwas von der sogenannten AIDA-Formel gehört. AIDA steht für Attention (Aufmerksamkeit), Interrest (Interesse), Desire (Wunsch) und Action (Handeln). Diese Formel lässt sich sehr gut auch auf die Profilgestaltung anwenden. Ganz am Anfang geht es zunächst einmal darum die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dieses wird zum einen durch das Foto, den Nicknamen und (sofern möglich) das Profil- oder Lebensmotto erreicht.

Bei der Wahl des Nicknamens ist es wichtig, ein Pseudonym zu wählen, welches Neugier erzeugt. Die Neugier kann zum Beispiel durch einen Namen geweckt werden, der sehr ungewöhnlich klingt, aus einer eher unbekannten Sage stammt, gewisse Wünsche und Sehnsüchte beim anderen anspricht oder in einem humorvollem Kontext steht (z. B. Oreithyia, Abenteuerlust, Dreihorn). Das Pseudonym soll dazu einladen, eine Frage zu stellen oder zumindest ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern. Wichtig ist, dass beim Empfänger positive Assoziationen geweckt werden. Weniger gut geeignet sind neutrale Nicks wie z. B. Peter23 oder Caro66. Diese sind letztendlich allerdings immer noch besser, wie Namen die eher abschreckend wirken (z. B. Rammelhorst, Looser, o. ä.).

Auch das Lebens- oder Profilmotto soll den Leser dazu einladen, eine Frage zu stellen, einen zum lachen bringen oder positive Erinnerungen wecken. Das können eher unbekannte Zitate sein, lateinische Redensarten oder bewusst verdrehte Zitate, aber auch eigene Lebensweisheiten. Weniger geeignet sind Allerweltszitate wie z. B. „Carpe Diem“ oder „Nichts muss, alles kann.“ Wichtig ist auch hier sich, von der Masse abzuheben.

Wie wecke ich Interesse?

Ist die Aufmerksamkeit geweckt und der Betrachter auf das eigene Profil gelockt worden, gilt es nun das Interesse zu wecken oder zu vertiefen. Die Kunst besteht dabei, auf der einen Seite dem Leser etwas über sich zu verraten und auf der anderen Seite ein wenig geheimnisvoll zu erscheinen. Vom Prinzip ist es ähnlich wie bei einem Überraschungsei. Du weißt um die Schokolade, die enthalten ist, doch was sich in dem Ei selbst befindet, bleibt offen und macht neugierig. Anstatt z. B. deinen Beruf klar zu benennen, machst du vage Andeutungen, die deine Arbeit umschreiben, ohne dass es jedoch möglich ist klare Rückschlüsse auf deine Tätigkeit zu ziehen.

Wenn du dir z. B. die Werbung eines Reiseveranstalters anschaust, wirst du feststellen, dass bewusst Bilder verwendet werden, die positive Assoziationen und Gefühle wecken. Da sind einsame Strände zu sehen, die einem ein hohes Maß an Erholung und Entspannung versprechen oder auch gesellige Menschen, die in einer angenehmen ungezwungenen Atmosphäre zu sehen sind. Dass die Realität meist ein bisschen anders aussieht, weiß jeder, der schon einmal in einer Touristenhochburg Urlaub gemacht hat. Wenn du deinen Profiltext verfasst, achte darauf, dass beim Leser positive Assoziationen und Gefühle geweckt werden. Sicherlich darfst du auch am Rande erwähnen, dass du die ein oder andere liebenswerte Macke hast. Wichtig ist, dass du deine Vorzüge und Macken in einer Form präsentierst, dass sie als eine Einladung aufgefasst werden, dich kennenlernen zu wollen. Kein Mensch fühlt sich davon angesprochen, wenn du in deinem Profil deine Schicksalsschläge und Katastrophen offen legst. Dass einzige, was du damit erreichst ist, dass du dadurch Mitleid erregst.

Bring andere zum handeln!

Spätestens an dieser Stelle sollte beim Leser deines Profiltextes der Wunsch entstanden sein, dich näher kennenlernen zu wollen. Jetzt ist es an der Zeit, dass du den Leser dazu aufforderst aktiv zu werden und mit dir in Kontakt zu treten. Das kannst du entweder in einer direkten oder in einer indirekten Form tun. Eine direkte Aufforderung könnte z. B. so aussehen: „Neugierig geworden? Dann schreib mich an!“ oder „Du möchtest noch mehr von mir erfahren? Dann freue ich mich über eine Nachricht von dir!“. Bei der indirekten Aufforderung appellierst du an den Leser etwas von sich Preis zu geben oder forderst ihn heraus. Das kann z. B. so aussehen: „Was macht dich zu einem ungewöhnlichen Menschen, den ich unbedingt kennenlernen muss?“.

Sicherlich wird es den wenigsten gelingen, gleich beim ersten Anlauf einen Profiltext zu schreiben, der so einladend geschrieben ist, dass sie sich vor Zuschriften kaum retten können. Übe dich ein wenig in Geduld und probiere ein wenig herum, sei kreativ. Du kannst auch gerne Freunde und Bekannte fragen, wie sie deinen Profiltext finden. Oder du meldest dich bei unterschiedlichen Kontaktbörsen an, stellst unterschiedliche Profiltexte ein und schaust, wie die Reaktion ist. Am besten sind dafür kostenlose Kontaktbörsen geeignet. Eine umfangreiche Übersicht findest du hier.

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