Oneitis Ursachen: Warum hab ich Oneitis?

Unperfekte FrauKommen wir zu einem der wichtigsten Themen im PU, vielleicht sogar das Wichtigste, führt es dich doch wie kein anderes auf so tiefgreifende Art und Weise zu dem Kerngrund, warum du PickUp überhaupt betreibst (sei es bewusst oder unbewusst). All das Set-Running, die Ansprechangst-Bewältigung, Comfort-Zone Erweiterungen, die Gameverbesserung, all die Stunden der Reflexion und Auseinandersetzung mit dir selbst, ja bis zu dem Hinausgehen über PU…

Alles hat am Ende ein Ziel: Selbstwert. Völlig unabhängiger, tief in dir selbst sitzender, unangreifbarer Selbstwert. Völlig frei von allem, frei von Ängsten, Wünschen, Hoffnungen und deinem Ego. Das ist es, worum es hier geht (meiner Meinung nach) und das ist auch der Kern der OneItIs. Bleiben wir bei dieser Metapher und schälen wir uns „Schicht für Schicht“ zu besagtem Kern durch. Für alle PUAs, die schon tiefgreifender PU durchblickt und verinnerlicht haben: Für dich wird es erst ab dem Punkt „Wahrer Selbstwert“ interessant, alles vorherige ist eine Zusammenfassung sämtlichen (mir bekannten) Wissens über die „OneItIs“.

Definition

Was bedeutet der Begriff „OneItIs“? Frei übersetzt soviel wie „die eine“, „die einzig Wahre/Richtige“, „eine wie keine“ usw. Man bezeichnet damit die Versessenheit eines Mannes auf eine Frau. (Natürlich geht es auch andersherum, aber ich bleibe der Einfachheit wegen bei dieser Beschreibung). Es gibt verschiedene Formen der „OneItIs“:

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Gefahren durch Fehlinterpretation:

  • Frauen nicht mehr als Individuum betrachten
  • Immer weiter nach einer geheimen Formel suchen
  • Nicht zur Tat schreiten
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Bei richtiger Interpretation:

  • Du lernst richtig mit Frauen umzugehen
  • Du wirst schöne Frauen kennnen lernen
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  1. Die „pre-LTR-OneItIs“ = Eine OneItIs, obwohl die beiden (noch) nicht zusammen sind
  2. Die „LTR-OneItIs“ = Eine OneItIs, innerhalb einer Beziehung
  3. Die „post-LTR-OneItIs“/“ExItIs“ = Eine OneItIs, nach einer Beziehung

Die letzten beiden Formen können nochmals in einer besonderen Art auftreten, ich bezeichne sie als „Erste-Liebe-OneItIs“.

Merkmale

Alle OneItIs-Arten weisen die selben Symptome auf, die der Betroffene bei sich selbst feststellen kann:

  • Man achtet die Frau mehr als sich selbst (!!! Einer der wichtigsten Punkte !!!)
  • Man glaubt, nicht ohne sie auskommen zu können
  • Man verrät oftmals seine Ideale, speziell PUler neigen dazu, ihr Game neu zu interpretieren und ihre Werte zu vernachlässigen, wenn nicht sogar zu ändern
  • Man sieht Dinge in ihr, die nicht vorhanden sind
  • Man biegt sich Worte, Handlungen und Situationen so hin, wie sie einem passen
  • Man denkt ständig an die Frau, nahezu ununterbrochen, egal wo/wann
  • Man kann/will sich nichts mit einer anderen vorstellen

Innerhalb einer Beziehung, weist man die 3 Grundpfeiler jedes Beziehungsproblems auf:

  • Das Gefühl der eigenen Minderwertigkeit
  • Das Gefühl der Abhängigkeit
  • Das Gefühl der Verlustangst

Verhalten

Im Folgenden erläutere ich das Verhalten des OneItIs-Betroffenen allgemein und anschließend spezifisch bei den jeweiligen Arten. Der Betroffene braucht seine OneItIs, um (scheinbar) glücklich zu sein/ zu werden. Er will möglichst viel Zeit mit ihr verbringen und vernachlässigt dafür viele, meist sogar alle anderen Bereiche seines Lebens. Davon betroffen sind am häufigsten: Schule/Ausbildung/Beruf; Freunde & Familie, also die sozialen Kontakte und Hobbies. Er vernachlässigt also sein Umfeld und letztendlich sich selber. Die Frau wird auf ein Podest gehoben und der eigene Wert (ihr, wie sich selbst gegenüber) sinkt. Dies lässt ihn extrem unattraktiv erscheinen. Das Vergöttern der Person macht diese zum „Preis“, man gibt jegliche Macht und Kontrolle ab, sowohl über die Situation, als auch über das eigene Wohlbefinden. Die Gefühlswelt des OneItIker ist von der OneItIs abhängig.

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  1. Die „pre-LTR-OneItIs“: Der „OneItIker“ versucht mit allen Mitteln bei der Angehimmelten zu landen, beachtet oft die Richtlinien des „Games“ nicht, wird needy und wirkt entsprechend auf die Frau. Er versteift sich auf sie und greift oft zu AFC-Methoden, um sie zu bekommen. Der Betroffene wird zum Beta/Nice-Guy und landet im LJBF-Land (wenn überhaupt). Er erreicht damit das Gegenteil, von dem was er wollte und verdirbt sich quasi jegliche Chance bei der jeweiligen Vertreterin des weiblichen Geschlechts.
  2. Die „LTR-OneItIs“: Der Betroffene versucht auf jegliche Art die OneItIs glücklich zu
    machen und sie bei sich zu halten. Er klammert an ihr und die schon erwähnten „Grundpfeiler jedes Beziehungsproblems“ entfalten ihre Wirkung. Die Anziehung geht mehr und mehr verloren. Der Mann weiß sich nicht zu helfen, kann mit dem Verhalten und den Reaktionen der Partnerin nicht umgehen und verrennt sich in seiner Verzweiflung. Oft wird versucht mit Liebesbeweisen / -geständnissen, zu retten, was nicht mehr zu retten ist. Dies geht damit einher, dass man sich von der Partnerin wie Dreck behandeln lässt, diese also jeglichen Respekt vor einem verliert. Wie sollte sie den auch haben, wenn man ihn selbst nicht mehr hat?! In den Augen der Frau ist der Betaisierungsprozess abgeschlossen, der Mann ist ihr völlig verfallen, sie verliert das Interesse und die Beziehung findet ein schnelles Ende.
  3.  Die „post-LTR-OneItIs“: Der Betroffene schafft es oft auch nach Monaten (in sehr
    extremen Fällen, sogar Jahren) nicht, über seine Ex hinwegzukommen. Es werden meist noch SMS & E-Mails geschrieben, man ruft an, versucht ein Treffen rauszuschlagen, will über alles reden, Antworten auf die (meist unnötigen und verzweifelten) Fragen bekommen usw. Auch wenn es dann noch zum Kontakt kommt (oft geschieht dies dann aus Mitleid), hat dieser nie die erhoffte Folge/Wirkung, was jedoch nicht zu einer Einstellung des Verhaltens führt, im Gegenteil, dieses wird noch schlimmer und kann (schon wieder diese extremen Fälle) an die Grenzen der Kriminalität reichen.
  4. Die „Erste-Liebe-OneItIs“: Sie unterscheidet sich im Verhalten nicht von den beiden oberen. Man(n) schafft es einfach nicht, sich von der Frau loszusagen. Die Unterschiede dieser Form werden erst in den Ursachen und dem daraus resultierenden Weg zu ihrer Aufhebung wichtig. Es ist jedoch jetzt schon anzumerken, dass es sich um die „Erste Liebe“ handelt, also die erste ernsthaftere Beziehung, der erste Sex usw.

Der Mechanismus

Hinter dem eben erklärten Verhalten steckt ein Mechanismus, der bei allen Formen ähnlich funktioniert. Der Betroffene fühlt bestimmte Gefühle, wenn er mit der OneItIs zusammen ist bzw. auf irgendeine Art Kontakt mit ihr hat. Er selbst sieht nur die guten, es werden Glückshormone ausgeschüttet, man fühlt sich lebendig und lebensfroh. Doch das Zusammensein/der Kontakt mit der Person, hat auch negative Emotionen zur Folge: Verlustangst, Eifersucht, Wut (über sich selber, wenn man etwas tut, was der OneItIs missfällt) und weitere. Diese treten dem OneItIker jedoch nichts ins Bewusstsein, und selbst wenn, gibt er sich selbst die Schuld für sie. Bei einigen Menschen ist es jedoch auch der Fall, dass sie sehr wohl bemerken, dass sie schlechte Gefühle haben, diese jedoch wollen. Hier kommt ein Hang zur Selbstzerstörung / -bestrafung zum Wirken. Man ist der Meinung, auch diese schlechten Gefühle zu verdienen und will diese empfinden. Man verbindet mit der OneItIs also gewollte Gefühle und möchte diesen Zustand beibehalten.

Wenn die OneItIs dann weg, bzw. kein Kontakt zu ihr mehr vorhanden ist, setzt man alles daran, diese Gefühle wieder zu haben. Und sieht diese eine Frau als einzige Möglichkeit, das zu erreichen. Also kommt man immer wieder zu ihr an, um noch ein bisschen zu fühlen, ein Stück es wie früher zu haben. Man quält sich selbst.

Die (oberflächlichen) Gründe

Ich werde im Folgenden die gängige Meinung über die allgemeinen Gründe einer OneItIs erklären.

  1. Die „pre-LTR-OneItIs“: PUler bekommen diese Form nur sehr selten, meist sind AFCs und Nice-Guys betroffen. Man lernt flüchtig eine Frau kennen, fühlt sich sehr stark auf sexueller Basis zu ihr hingezogen (meist ohne zu wissen, warum) und fällt schon den ersten Push & Pull-Spielchen ihrerseits zum Opfer. Ködern & Warten tragen ihren Teil dazu bei und ehe die Verführung auch nur angefangen hat, wurde der Betroffene von der Frau bereits aussortiert. Er kennt sie meist kaum und malt sich in seiner Phantasie einfach aus, „wie es wohl wäre“ etc. Selbst wenn man(n) mit der Angebeteten zusammenkommen sollte, nach kurzer Zeit löst sich meist das Traumbild auf und man blickt der Realität ins Gesicht. Eine Frau mit Makeln, Schwächen und Fehlern. Schuld ist meist der Wunsch des Mannes nach der „perfekten Frau“. In manchen Fällen, kann dies unterbewusst daherkommen, dass Man(n) versucht eine Frau zu finden, die seiner Mutter ähnelt, da diese als „Idealbild der Frau“ angesehen wird.
  2.  Die „LTR-OneItIs“: Wie im berühmten PS I-TV-Coaching erklärt wird, entsteht eine OneItIs oft aus Mangelbewusstsein. Wer viele Frauen hat bzw. haben kann, hat wesentlich seltener eine OneItIs, als ein AFC. Wie war das? „wesentlich seltener“? Also haben auch die „Player“ manchmal eine? Nur am Mangel kann es also nicht liegen… Gehen wir also weiter: Man hat bei einer OneItIs das Gefühl, so eine nie wieder finden zu können. Woran liegt das? Weil die OneItIs so viele Eigenschaften besitzt, die man an einer Frau schätzt, bzw. sich von einer wünscht. Es müssen aber auch gar nicht so viele Eigenschaften davon erfüllt sein, manchmal reicht es schon, dass man sich zu der Frau sexuell hingezogen fühlt und ein, zwei Charakterzüge an ihr wertschätzt. Der Rest der Wünsche wird vom eigenen Gehirn einfach „dazugelogen“. Man sieht alles in ihr, was man in ihr sehen will und wenn irgendwas an ihrem Verhalten dem widerspricht, wird das alles so hingedreht und zurechtgerückt, das einfach alles als „toll“, „wunderbar“ und „liebenswert“ gedeutet wird. Frei nach dem Motto: „Was nicht passt, wird passend gemacht.“ Es entsteht also eine Art „Idealbild der Frau“ und der OneItIs wird zugesprochen, dieses Idealzu erreichen/ am ehesten auszufüllen. Man(n) projiziert Wunschvorstellungen und Illusionen in eine Frau, die oft kaum noch etwas mit der eigentlichen Person zu tun haben. Das man von einem anderen Menschen diese Eigenschaften will, erklärt Max ganz simpel: Sie fehlen einem selber. Dazu wird folgendes Beispiel genannt: Er selbst entwickelte immer eine OneItIs, wenn eine Frau ihn viel und liebevoll umsorgte. Sie kochte für ihn, räumte auf, usw. Hiermit kommen wir zu einem von Enigma in seinem Buch angesprochenen Punkt, oft ist eine OneItIs die Reaktion auf Betaisierungsversuche der Frau. Sie gibt einem Mann, was dieser
    will und sich wünscht, um ihn bei sich zu halten. Er neigt dazu, sich an sie zu binden und schon bald kommen Gedanken wie „keine andere könnte mir das alles geben blabla“. Enigma sieht darin eine „verunreinigte Liebe“, da sie Minderwertigkeit, Abhängigkeit und Angst beinhaltet. „Symptome eines unbefriedigten Daseins“, wie er es formuliert. Man hat noch keine Möglichkeit gefunden, mit den eigenen Problemen fertig zu werden. Die OneItIs „löst“ diese (scheinbar). „Ich brauch mich nicht mehr mit der Ansprechangst beschäftigen oder damit mein Game zu verbessern, ich hab ja jetzt ‚die Richtige‘ gefunden, wozu noch weiter Frauen kennenlernen?!“ Man braucht sich nicht weiterzuentwickeln. Wozu lernen sich selbst zu umsorgen, wenn das doch schon eine Frau macht? Sie dient als Ablenkung von den Mängeln des eigenen Lebens, von den Problemen. Die OneItIs macht alles herrlich einfach.
  3. Die „post-LTR-OneItIs“: Die Beziehung ging zu Ende, meist geschah die Trennung von der Frau aus und der Betroffene sieht sich nun wieder mit sich selbst konfrontiert. Die OneItIs bot so eine herrliche Ablenkung vom eigenen Leben, man richtete einfach alles nach ihr und brauchte kein eigenes mehr. Die eigene Entwicklung wurde meist vernachlässigt, nun steht man erneut den eigenen Mängeln und Fehlern gegenüber. Völlig alleine. Dies will man natürlich nicht. Sie war der (scheinbare) Schlüssel zur Lösung aller Probleme und wer will das schon aufgeben?! Außerdem hat man, aufgrund seines Verhaltens, innerhalb der Beziehung stark an Wert verloren (in den eigenen Augen und denen der Frau) und sieht sich nun auch damit konfrontiert. Man fühlt sich wie der letzte Haufen Scheiße. Der Mensch neigt außerdem dazu, nur gutes zu sehen und all die schlechten Eigenschaften des Partners zu verdrängen/vergessen, wenn dieser Schluss gemacht hat. Man idealisiert erneut. Die OneItIs verkörperte alle Eigenschaften, die man an einer Frau wertschätzt und der Glaube, nur „diese eine“ hat diese lässt einen verzweifeln. Sie gab einem gute Gefühle und man ankerte diese mit ihr und der Beziehung. Diese Anker sitzen tief im Unterbewusstsein und lassen einen noch Monate nach dem Beziehungsaus in Trauer verfallen. Unter PUlern ist zudem nicht selten folgender Grund für so eine Form der OneItIs zu finden: Verletzter Stolz. Man hält sich und das eigene Game für das Tollste und Beste, was einer Frau passieren kann, sieht das dann mal eine anders und beendet die Beziehung sogar sieht sich der Betroffene in seiner „Ehre“ und seinem „Stolz“ verletzt. Meist wird dann sofort das Regame aufgenommen, schließlich muss man sich selbst, der Ex und am Besten auch gleich dem Forum beweisen, was man so alles drauf hat.
  4. Die „Erste-Liebe-OneItIs“: Der oft noch ziemlich unschuldige AFC kommt auf welche Art auch immer mit einem Mädchen zusammen (jetzt rede ich mal nicht von einer „Frau“, da diese OneItIs-Form meist in jungen Jahren anzutreffen ist) und verliebt sich zum ersten Mal. Das erste Mal wird also sein sexuelles Interesse geweckt. Die Gründe für dieses sexuelle Interesse bleiben meist unverarbeitet und im Dunkeln, dies trägt dazu bei, dass bei einer Trennung, das Hinwegkommen über die Ex oft etwas länger dauert, als bei einer normalen post-LTR-OneItIs. Aufgrund dessen und dem kaum vorhandenen Sexuallebens werden auch die eigenen sexuellen Eigenschaften in die OneItIs projiziert. Natürlich weist diese Form der Liebe auch schnell Enigma’s „Verunreinigungen“ auf, immerhin ist man noch unerfahren und neu auf dem Gebiet der Verführung. Junge Frauen sind oft sehr ehrgeizig was ihre Reize angeht, heißt: Sie wollen sich an Typen testen. Sie wollen sehen, wie sie auf Männer wirken und diese Macht ausnutzen. Sie wollen ihr sich – entwickelndes weibliches Wesen kennenlernen und ausleben. Darunter leiden dann die „Opfer“. Oft ist bei diesen noch ein „Frame-Problem“ vorhanden, ala „die erste Liebe ist die einzig Wahre“ und schon findet man sich in der Scheiße wieder, egal ob innerhalb oder nach der Beziehung.

Dies sind also die gängigen Gründe der verschiedenen OneItIs-Formen… Warum ich sie als „oberflächlich“ bezeichne, werde ich verdeutlichen, nachdem ich den (ebenfalls oberflächlichen) Weg aus ihnen raus erklärt habe.

Der Weg aus der OneItIs

Es gibt zwar verschiedene OneItIs-Arten, aber im Grunde nur einen Weg, wie man sie überwinden kann: So leid es mir tut, ich komme hier nicht drum rum, einen Begriff zu erwähnen, der immer noch viel zu oft in der Community gesprochen wird: FTOW. Andere Frauen gamen, bis zum Lay. Zu dieser Methode: Ja, man erkennt, dass andere Frauen auch tolle Eigenschaften besitzen. Ja, die Fixierung von einer Frau wird gelöst. Aber diese Art der „Überwindung“ weist dieselben Merkmale auf, wie heutzutage oft der „Heilungsweg“ der Modernen Medizin: Das Symptom wird behandelt, nicht die Ursache. FTOW (Fuck ten other women) führt schlichtweg nur dazu, dass man halt für andere Frauen eine OneItIs entwickelt. Das Symptom wird behandelt, indem es verschoben wird.

Bei einer pre-LTR-OneItIs kann dies aber durchaus der erste Schritt sein, um erst einmal die Fixierung auf die eine Person zu lösen und sich anschließend auf den Weg zu machen, die OneItIs an der Wurzel zu packen. Auch bei einer post-LTR-OneItIs muss man vor diesem „Wurzelpacken“ erst einmal etwas anderes tun: Durch das berühmt-berüchtigte „Tal der Tränen“ gehen. Eine Beziehung ist zu Ende, man hat einen geliebten Menschen (vorerst) verloren, mit dem man (meist) eine schöne Zeit hatte. Auch wenn diese oft nicht so schön war, wie man zu dem Zeitpunkt noch denkt, aber dazu kommen wir später…

Bevor man sich also daran machen kann, die OneItIs aufzuarbeiten, sollte man sich der eigenen Trauer hingeben. Man akzeptiert den Schmerz, da er völlig ok ist und einfach dazugehört. Wir lernen hier doch mit und nicht gegen unsere Natur zu leben und wer sich vor schlechten Gefühlen verschließt, kann auch keine positiven erleben. Nimm dir also ruhig eine Auszeit, in der du für dich bist. So kannst du deiner Wut, Aggression, Trauer, usw. einfach freien Lauf lassen. Das gehört zum Reifeprozess dazu, sollte aber auch ein Ende finden, bevor man völlig in Selbstmitleid zerfließt. Es muss schließlich weitergehen. Meist erkennt man diesen Punkt selber, da man sich anderen öffnen will, vielleicht mal mit einem guten Freund drüber redet oder wieder was mit seinen Leuten unternimmt. Dann ist man auch bald dazu bereit, an der OneItIs zu arbeiten. Unbedingt zu vermeiden ist Kontakt zu dieser Person! Das führt nur zu Negativem. Akzeptiere das es aus ist, auch ohne wissen zu müssen, warum genau das alles so kam usw. Es gibt Unsicherheiten im Leben und diese muss man einfach akzeptieren. Über alles zu reden bringt hier noch nichts.

Es ist okay, dass man Fehler gemacht hat und auch diese sollte man akzeptieren. Jeder macht Fehler, diese gehören zum Leben dazu, anders könnten wir nicht lernen. Man sieht oft Monate nach einem Beziehungsaus, was einem das alles gebracht hat, wie man daran gewachsen ist etc. und bis man an diesem Punkt ist, muss man die Dinge einfach akzeptieren, wie sie passieren. Ein erfolgreiches Regame ist erst nach der völligen Aufarbeitung möglich und wenn man diese erst einmal wirklich hinter sich hat, hat man meist gar kein Interesse mehr an der Ex / Verflossenen / wie auch immer.

Innerhalb einer Beziehung legt man erst jetzt los, die bisherigen Schritte muss man natürlich nicht gehen. Die Beziehung zu beenden, um an der OneItIs zu arbeiten ist nicht nötig. Auch wenn ich persönlich der Meinung bin, man kann eine OneItIs erst wirklich überwinden, wenn man sich von der Person trennt. Aber dazu komm ich gleich. Jetzt geht’s also los:

  • 1. Schritt – Ansprüche: Man muss sich selbst einmal fragen, was man für Ansprüche an Frauen hat, wie diese sein sollen, warum man mit ihnen zusammen sein will usw. Was macht die OneItIs so einzigartig? Man setzt sich selbst Standards. Hier schaffen wir auch den Umkehrbogen zu den vorhin genannten Gründen der OneItIs, von denen Max spricht. Man will Eigenschaften an den Frauen, die man selbst nicht hat. Dieser erste Schritt hat also mehrere Wirkungen: Die OneItIs wird „heruntergelevelt“, indem man sich selbst klar macht, was sie eigentlich für Eigenschaften hat und was man denn eigentlich will. Oft trifft die Person die eigenen Standards gar nicht wirklich oder nur kaum. Hier wird auch klar, dass jemand, der noch mitten in der OneItIs steckt, also in der Beziehung mit ihr oder kurz nach der Trennung, sie kaum überwinden kann. Schließlich rechnet er ihr ja einfach alle Eigenschaften an, die er an ihr sehen will. „Blind vor Liebe“, um dieses Sprichwort zu benutzen. Und selbst wenn so jemand dies erkennt und sieht, dass sie in Wirklichkeit nicht so ist, wie er dachte, ist dies nicht gerade gut für die Beziehung. Kann sogar dazu führen, dass man selbst Schluss macht. Man findet also heraus, was man an Frauen will und gibt sich dies selber. Man will umsorgt und bekocht werden? Lerne, wie du dir das selber geben kannst. Hier wird auch oft angesprochen, sich selbst zu lieben. Etwas sehr Wichtiges, dass aber äußerst schwer zu bewerkstelligen ist. Meist sind das dann so aus, dass man endlich anfängt, sich die ganzen Innergame-Themen hier durchzulesen und in der Form an sich arbeitet. An diesem Punkt werde ich jedoch gleich nochmals ansetzen.
  • 2. Schritt – Das eigene Leben in die Hand nehmen: Man(n) macht sich also endlich daran, die eigenen Schwächen und Probleme auszumerzen. Enigma erklärt dies in seinem Buch sehr gut. Man stellt sich den eigenen Schwierigkeiten und beginnt, sein Leben selbstbestimmt zu führen. Dazu gehört dann auch, sich wieder dem weiblichen Geschlecht zu widmen. Dies führt (laut Enigma) dazu, dass man sich selbst einen hohen Wert zurechnet. Man wird also vom LSE zum HSE! Diese zwei klein-aussehenden Schritte, bedeuten monatelange Arbeit. All das herauszufinden, was man von Frauen will, kann schon Wochen dauern, all die Gründe für die „eigene OneItIs“. Ich selbst habe bei mir zum Beispiel folgendes herausgefunden: Ich hatte nach der Trennung von meiner Ex mit einer sehr schwerwiegenden OneItIs zu hadern. Ich musste mich selbst tiefer kennenlernen, als ich je dachte. Einer der Gründe dafür, warum meine OneItIs so stark war, war die Familie meiner Ex. Meine eigene ist vor Jahren auseinandergegangen, meine Eltern haben sich getrennt, ich lebte mit meinem Bruder und Mutter zusammen und mein Vater zog in ein anderes Bundesland zu seiner neuen Freundin. Meine Mutter fand dann auch schnell einen neuen Typen, der jeden Tag bei uns verbrachte, natürlich litt das Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern darunter stark. Von beiden fühlte ich mich verraten und verlassen. Nach einiger Zeit, zog ich dann zu meinen Großeltern, mein Bruder in eine WG und meine Mutter zu ihrem Freund. Wir sind also alle ziemlich verstreut und haben nicht die besten Verhältnisse. Da kam meine Ex ins Spiel. Ihre Familie schien mir perfekt, alle lebten zusammen, verstanden sich super, ich wurde schnell aufgenommen und wollte lieber
    Zeit mit denen verbringen, als mit meiner eigenen Familie. Meine schien mir schlecht und kaputt, diese war gut und heil. Ich wollte lieber zu der Familie meiner Ex gehören, als zu meiner eigenen.

Man sieht also: So eine OneItIs kann einem viel über sich selbst beibringen und eine Menge Arbeit bedeuten. Back to topic: Man arbeitet also an sich und gibt sich all das selber, was man von Frauen will. Bis zu einem Punkt: Dem Wunsch nach Liebe. Das ist ein harter Brocken. Um sich selbst wirklich lieben zu können, muss man erst einmal nämlich herausfinden, wer man selbst eigentlich ist. Und dies ist der Punkt, wo (in meinen Augen) die Oberflächlichkeit der meisten PUler ansetzt.

Wahrer Selbstwert

Sich selbst erst einmal kennenlernen, ist ein so tiefführender Prozess, dass sich die meisten davor drücken. Man „liebt“ sich selbst einfach so wie man ist, indem man sich täglich seine Affirmationen aufsagt ala „Ich liebe mich so wie ich bin“, oder EFT betreibt („Although I have this feeling, I deeply and completely accept myself“) usw. Ich will hier nicht gegen diese Methoden selbst feuern, oder gegen NLP, ich will einfach auf einen Missstand in der Community aufmerksam machen. Kaum einer fragt sich: Woher kommt den eigentlich der Wunsch geliebt zu werden? Wer will denn da eigentlich geliebt werden? Es ist das Ego. Das Ich/Selbst. Was ist das eigentlich?

Beginnen wir damit, die Materie auf ein „Ich“ zu untersuchen. Diese kann man noch am ehesten nachvollziehen, sie ist für dich greifbar. Untersuchen wir also die Materie auf ein „Ich“: Die Materie besteht aus den vier Elementen, weiterhin aus den chemischen Elementen, noch weiter aus Atomen, diese wiederum haben da einen Kern, der wiederum teilbar ist usw. Letztendlich bleibt von dem, was wir als Körper, als Dinge erfahren nichts weiter übrig als leerer Raum. Kurz alles ist leer. Im Materiellen lässt sich also keine Substanz finden, die wir „Ich“ nennen können. Schade, hätte meinen Artikel hier ungemein verkürzt, immerhin ist er schon so lang… Also suchen wir im Geist. Woraus besteht nun unser Geist? Aus Gefühlen, Wahrnehmung, Wille und Bewusstsein.

Wollen wir uns doch mal diese Bestandteile ansehen: Was ist Gefühl? Wie entsteht das? Laut Wikipedia: „Ein psychophysiologischer Prozess, der durch die bewusste und/oder unbewusste Wahrnehmung und Interpretation eines Objekts oder einer Situation ausgelöst wird.“ Klingt ja ganz schön, aber wenn es erst durch Kontakt entsteht, kann man das dann mit „Ich“ bezeichnen? Derart unbeständig, das KANN einfach nicht das „Ich“ sein. Die Wahrnehmung: bedingt durch Gefühl, welches wiederum durch einen Kontakt von Sensor und entsprechendem Objekt entstand, ist ebenso als ein „Ich“ unwahrscheinlich. Der Wille, das Wollen, DAS ist da schon eher interessant – oder? WER will denn da? Wie oft hören wir: „Ich will!“ Aber bohren wir da mal hinein, dann müssen wir leider zu dem Schluss kommen, dass das Wollen aus der Gier nach was-auch-immer bzw. der Ablehnung von was-auch-immer entspringt. Ist also das mir innewohnende Wünschen, das Habenwollen mein „Ich“? Oder das mir innewohnende Ablehnen bis hin zum Hass mein „Ich“? Wie äußern sich überhaupt Mögen und Nichtmögen? Über Gefühle. Da beißt sich der Hund in den Schwanz. Eine Sackgasse also. Hier kommen wir nicht so recht weiter. Wille ist, wir haben es vielleicht schon verstanden, auch bedingt entstanden, unbeständig, keinesfalls etwas, was man mit „Ich“ bezeichnen kann. Tja, da bleibt nur noch das, was wir als Bewusstsein verstehen. Denn schließlich bin ich mir ja bewusst. Ich weiß ja, dass ich bin. „Ich denke, also bin ich“ hat Descartes gesagt. Über das Bewusstsein, genauer gesagt, das reflexive Bewusstsein, etwas, was uns Menschen schließlich von den Tieren unterscheidet, da entsteht die Idee, das Konzept, das, was wir „Ich“ benennen.

Man kann das eigentliche Ego / Ich / Selbst also auf ein Konzept herunterbrechen, welches ich jetzt hier nicht weiter ausführen brauch. Wenn man das erkennt, versteht man auch, warum ich den zweiten Schritt der OneItIs-Überwindung für zu oberflächlich halte. Man tut nichts anderes, als wie bei FTOW. Man verschiebt das eigentliche Problem. Man sucht sich erneut Halt und Sicherheit im Äußeren, in der einen umgebenden Welt. Sicher, man kann und sollte diesen Schritt gehen und Enigma hat auch damit Recht, dass er sagt, man kommt so zu einem höheren Selbstwertgefühl. Aber es ist dennoch auf einem wackligen Fundament gebaut, wenn man nicht wirklich tief in sich geht und einen völlig unabhängigen Selbstwert aufbaut. Unabhängig von der eigenen Wohnung, dem Geld, Frauen, einfach dem ganzen Lebensstil. Denn auch dieser ist abhängig von Außen.

Endlich kommen wir dem Kern der OneItIs nah: Selbstwert. Eine kleine Abkehr vom Materiellen kann die eigene Sicht auf die Welt stark zum positiven verändern und einen unabhängiger machen. Ein Leben besteht ja auch noch aus mehr, als diesen materiellen Dingen. Freunde und Familie zum Beispiel. Diese sind sehr wichtig, wie auch Max in dem I-TV-Coaching gesagt hat, um einen hohen Selbstwert zu entwickeln. Eine Basis für das eigene Leben. Aber Freunde, wie Familienmitglieder können sterben. Sie bleiben einem auch nicht ewig erhalten, so wie alles, sind auch sie der stetigen Entwicklung, Verwandlung und der Vergänglichkeit unterworfen: „Wie würdest du dich fühlen, wenn alle deine Freunde auf einmal weg wären?, Wie würdest du dich fühlen, wenn dann auch noch deine Familie weg wäre?“

Verdammt harte Fragen, die einen noch tiefer zu wahrem Selbstwert führen. Sich selbst einmal diese Fragen stellen, kann einem viel über sich sagen. Nur gehen die wenigsten so weit. Lern dich selbst erst einmal so tief kennen, DANN kannst du dich auch dazu aufmachen, dich selbst lieben zu lernen. Vorher weißt du nichtmal, was du da eigentlich „liebst“, dementsprechend kann es auch kaum zu wirklichem Selbstwert führen. Finde zu dir selbst, zu dem was dich echt und wertvoll macht. So wirst du auch leichter Situationen und Momente überstehen, in denen alles im Chaos und Verwirrung zusammenbrechen zu scheint. Und wenn du lernst, mit dir selbst glücklich zu sein, völlig unabhängig von allem Äußeren, dann hast du auch wirklich deine OneItIs überwunden. Du wirst dann verstehen, dass es gar keinen anderenlogischen Weg gibt, als den zu sich selbst.

Wir leben unser ganzes Leben nur mit uns, auch wenn uns einige Menschen kurze Stücke unseres Weges begleiten, wir laufen doch immer alleine. Wir erleben alles aus unserer Perspektive und irren oft Dingen nach, die uns nur Leid bringen. Begib dich auf die größte Reise, die ein Mensch gehen kann, die zu dir selbst und du wirst wirklichen Halt und Sicherheit in dir finden. Du brauchst dann keine anderen Menschen mehr, die dir Liebe geben, du liebst einfach selber, ohne etwas zurück zu erwarten, ohne Hoffnungen oder Ängste,völlig frei. Weil du erkennst, dass wenn man alle Wesen auf das „runterbricht“, was sie wirklich sind, sich niemand von dir unterscheidet. Und alle teilen dasselbe Leid, wenn sie dem Ego und seinen irreführenden Wünschen unterliegen. Dann wirst du auch nie wieder der Illusion anheim fallen, es gäbe einen Menschen, der dich aus deinem Leid herausholen könnte, dich befreien und glücklich machen könnte.

Du kannst glücklich sein, mit anderen Menschen, natürlich. Aber erst, wenn du auch wirklich glücklich mit dir bist. Und dazu musst du dich selbst kennenlernen. Eine OneItIs wird damit vielmehr, als nur die „Fixierung auf eine Person“, die „eine-wie-keine-Seuche“ usw. Dann verstehst du auch, warum ich das alles als oberflächlich bezeichne. Eine OneItIs wird damit die Chance, sein Leben und sich selbst zu verstehen und wirklich glücklich zu werden. Das Streben nach Glück im Äußeren kann dort nicht hinführen, wende dich nach Innen und lerne von diesem Streben loszulassen.

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