Was ist Kritik und warum kritisieren wir andere Menschen?

KritikfähigkeitKritik ist die Beurteilung eines Verhaltens einer bestimmten Person. Wir unterscheiden verschiedene Formen der Kritik:

  • Selbstkritik: Ein Mensch stellt sein eigenes Verhalten in Frage.
  • Negative Kritik: Ein Verhalten einer anderen Person wird getadelt/bestraft.
  • Positive Kritik: Anerkennung des Verhaltens eines Mitmenschen.
  • Destruktive Kritik: Eine häufig durch Neid entstandene, abwertende Bemerkung über eine anderen Menschen.
  • Konstruktive Kritik: Verbesserungsvorschläge werden vorgeschlagen.

Selbstkritik dein Freund oder Feind?

Selbstkritik entsteht häufig, wenn man merkt, dass man etwas falsch gemacht hat oder wenn man seinen eigenen Ansprüche nicht genügen konnte. Das Einsehen von Fehlern sorgt für Sympathie und ist förderlich um die Lösung des Problems zu finden.

Manche Menschen führen aber ständig einen negativen inneren Dialog, der durch Druck (von außen oder von den eigenen Ansprüchen) entstanden ist. Diese Person sehen nur die Fehler, die sie gemacht haben, anstatt anzuerkennen wie viel sie doch richtig gemacht haben. Um Erfolg im Leben zu haben ist es notwendig, dass du aus deinen Fehlern lernst und dich auf das Positive und deine Erfolgserlebnisse konzentrierst.

Du solltest dich deshalb bei jeder Gelegenheit fragen was positiv war und was du daraus gelernt hast.

Negative und positive Kritik

Negative Kritik ist das Verurteilen einer Handlung. Die kritisierte Person wird bestraft, indem sie eine Ermahnung/Verwarnung bekommt. Ihr wird klar gemacht, dass eine Wiederholung dieses Verhaltens nicht mehr geduldet wird. Ein Beispiel wäre, wenn der Personalchef den Azubi ermahnt, weil er schon zum fünften mal verschlafen hat.

Die positive Kritik ist die Anerkennung einer besonderen Leistung oder eines guten Verhaltens anhand eines Lobs. Die gelobte Person fühlt sich anerkannt und das Selbstbewusstsein steigt.

Destruktive und konstruktive Kritik

Zu destruktiver Kritik neigen Menschen, die eine andere Person nicht mögen, sie beneiden oder sie als Konkurrenz sehen. Auch Menschen, die mit ihrem Leben selber unzufrieden sind und sich selbst nicht lieben verurteilen häufig das Verhalten ihrer Mitmenschen. Dabei werden die Schwächen und Fehler des Gegenübers genau aufgedeckt und hervorgehoben und ihm meist direkt ins Gesicht gesagt.

Viele Menschen verfügen jedoch auch einfach nicht über eine gute Kritikfähigkeit und wissen nicht, wie sie effektiv kritisieren. Das bekannteste Beispiel ist der Mensch, der seine Kritik mit einem Lob beginnt, dann aber ein „Aber“ folgen lässt mit Verbesserungsvorschlägen. Ersetze das „Aber“ durch ein „und“. „Deine Körpersprache war sehr selbstbewusst als du eben diese Frau angesprochen hast und wenn du es jetzt noch schaffst die Frau beim Sprechen kurz zu berühren, dann wird sie sich noch mehr von dir angezogen fühlen.“

Kritik annehmen oder ablehnen?

Als erstes solltest du lernen selber mit Kritik umgehen zu können. Du solltest die Kritik als Feedback annehmen und sie nicht als eine Abwertung deiner Person verstehen. Die Menschen neigen oft dazu sich rechtzufertigen, wenn sie kritisiert werden. Das ist auch verständlich, da jeder Mensch sein Verhalten für richtig hält.

Es gibt jedoch Menschen, die uns beneiden und uns in der Öffentlichkeit schlecht machen wollen. Diese Art der Kritik entbehrt meist jeglichem Realitätsbezug und du solltest sie dir auf keinen Fall zum Herzen nehmen, wenn du zu hundert Prozent überzeugt bist, dass du im Recht bist.

Solltest du nun aber konstruktiv kritisiert werden, so nimm diese Kritik an. Frag dich, warum du kritisiert wurdest, was du falsch gemacht haben könntest und finde einen Lösungsweg. Wer einmal einen Fehler macht, wiederholt ihn nicht wieder so schnell. Das lässt dich noch erfolgreicher werden.

Wie kann ich ein Fehlverhalten kritisieren, ohne das Selbstwertgefühl meines Gegenübers zu verletzen?

Wie eben schon erwähnt, führt Kritik dazu, dass sich die Menschen rechtfertigen. Ihr Selbstbewusstsein kriegt Kratzer und die Menschen fühlen sich schlecht. Wenn sich ein Mensch schlecht fühlt und du der Auslöser dazu bist, wird er dich in der Zukunft meiden oder sogar dein Feind werden.

Behandel daher dein Mitmenschen genauso wie du auch von ihnen behandelt werden möchtest. Versuche das Verhalten aus der Sicht deiner Mitmenschen zu verstehen. Die Größe eines großen Mannes zeigt sich darin, wie er die kleinen Leute behandelt (Thomas Charlyle).

Du solltest immer so gut es geht vermeiden andere Menschen zu kritisieren. Solltest du einmal um eine Kritik nicht herum kommen, so gibt es einiges zu beachten:

  1. Du solltest nicht den Eindruck eines Besserwissers machen, der alles richtig macht.
  2. Verteile keine Belehrungen oder sage ihm gar, dass er im Unrecht ist! Beginn stattdessen deine Kritik, indem du zuerst von deinen eigenen Fehlern sprichst, die du in der Vergangenheit begangen hast.
  3. Mach Vorschläge: „Was hältst du davon, wenn wir das Problem so lösen?“

Verinnerliche dir wirklich diese Einstellung:

„Ich behandele alle Menschen so, wie ich auch von ihnen behandelt werden möchte.“ Das schließt ein, dass du immer freundlich bist und destruktive Kritik vermeidest. Wenn du deine Mitmenschen freundlich behandelst, wirst du auch so von ihnen behandelt. Es ist alles Karma, das eines Tages zu dir zurückkommt.

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