Warum hat jede hässliche Frau eine schöne Freundin?

Frauen KampfLaut einer groß angelegten Studie suchen sich Frauen sexuell zurückhaltende Geschlechtsgenossinnen als beste Freundinnen. Das fanden amerikanische Psychologen der Cornell Univeristy bei der Befragung von 751 Studentinnen und Studenten heraus. Interessant ist dabei vor allem, dass auch Frauen, die selbst sexuell sehr aktiv sind, bei der Wahl der Freundinnen darauf achten, dass diese es nicht zu wild treiben. Ein schöner Beleg für das oft unterschätzte Konkurrenzdenken unter Frauen.

Was wurde getestet?

Alle Teilnehmer der Studie machten zunächst Angaben zu ihrer eigenen sexuellen Erfahrung und Aktivität und wurden nach ihrer Einstellung zum Thema Gelegenheitssex (Casual Sex) gefragt. Im Anschluss wurden ihnen verschiedene Profile von gleichaltrigen Studenten gleichen Geschlechts gezeigt. Diese unterschieden sich nur in einem Punkt. Bei der Zahl der bisherigen Sexpartner wurden entweder zwei oder aber zwanzig angegeben. Basierend auf diesen Informationen sollten die Teilnehmer den fiktiven Charakter als potentiellen Freund einschätzen und die Faktoren menschliche Wärme, Moralität, emotionale Stabilität sowie insbesondere die Kompatibilität mit der eigenen Person bewerten.

Erstes interessantes Ergebnis: Durch die Bank weg wurden die sexuell aktiven Charaktere (mit 20 Sexpartnern) negativer eingeschätzt – und zwar unabhängig davon, ob die beurteilenden Frauen selber sexuell freizügig oder zurückhaltend waren. Das sagt viel darüber aus, wie sehr sich Frauen heute immer noch vor der Verurteilung ihrer Geschlechtsgenossinen fürchten müssen, wenn sie ihren Sextrieb frei ausleben. Ja selbst die, die es ihnen gleich tun, rümpfen ja die Nase bzw. bewerten sie wie in dieser Studie schlechter als eher zurückhaltende Frauen. Wer sich also als Mann darüber wundert, wenn eine Frau trotz offensichtlicher Sympathie und Anziehung nicht auf seine Avancen eingeht – schon gar nicht in der Öffentlichkeit – findet hier eine Erklärung.

Warum das Ergebnis keine Überraschung ist

Zhana Vrangalova, die Leiterin der Studie, fand die Ergebnisse überraschend. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass sexuell aktive Frauen ihre ebenfalls aktiven Geschlechtsgenossinen derart negativ bewerten. Normalerweise mögen sich nämlich Menschen, die sich ähneln. Vor allem in Punkten wie Intelligenz, Sozialer Background und Lebenseinstelltung. Und offenbar haben wir hier ja eine ähnliche Einstellung zur Sexualität vorliegen. Deswegen wäre es von diesem Standpunkt aus logisch, dass promiske Frauen gerne und oft Freunde werden.

Wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß, dass Dating und Sexualität aber rein gar nichts mit Logik zu tun haben. “Wir sind alle Tiere, die sich paaren wollen”, wie es Charlotte Roches Helen im Trailer zum Film “Feuchtgebiete” so wunderbar auf den Punkt bringt. Auch die Wissenschaftler der Cornell Univeristy erklären das Ergebnis mit evolutionären Überlegungen: Vorherige Studien haben gezeigt, dass sexuell freizügige Menschen eher dazu neigen, ihren Partner zu betrügen oder auch in bestehenden Beziehungen zu wildern. So gesehen stellt eine promiske Freundin eine Bedrohung für die eigenen Männergeschichten dar. Entweder indem sie einen aktuellen Liebhaber wegschnappen könnte oder indem sie von einem Mann bevorzugt wird, auf den man selber ein Auge geworfen hatte. Instinktiv suchen sich Frauen daher Freundinnen, die eher zurückhaltend sind und somit keine Gefahr für die eigenen Männergeschichten darstellen.

Wie sieht das Ergebnis bei Männer aus?

Bei den Männern konnte in der Studie hingegen kein eindeutiges Ergebnis festgestellt werden. Bei der Bewertung der potentiellen Freunde spielte es keine Rolle, ob dieser erst mit zwei oder schon mit 20 Frauen im Bett war.

Während wir Männer andere Männer eher als potentielle Freunde betrachten oder sogar als mögliche Kumpanen, die uns helfen können, bei Frauen zu landen, herrscht unter Frauen ein striktes Konkurrenzdenken, das meiner Meinung nach von den meisten Menschen stark unterschätzt wird. Dieses Konkurrenzdenken erklärt übrigens auch, warum ein Mann, der parallel mit mehreren Frauen verkehrt, attraktiver wirkt: Jede Frau möchte sich im Konkurrenzkampf durchsetzen und die Nummer eins sein.

Es ist immer wieder schön, wenn meine eigenen Beobachtungen und Erkenntnisse wissenschaftlich untermauert werden. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Wissen in den “Mainstram” fließt und immer mehr Menschen ein glückliches Liebesleben nach ihren Wünschen führen können.

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