Ist Fremdgehen normal?

Fremdgehen oder nicht?Fremdgehen – für viele undenkbar, für viele die größte Angst, für andere jedoch eine gerne wahrgenommene Möglichkeit, dem Beziehungsalltag zu entfliehen. Gründe dafür gibt es viele. Die Konsequenzen des Fremdgehens sind dabei sehr verschieden, vor allem, da nicht jeder Betrug am Partner gestanden beziehungsweise entdeckt wird. Doch gerade von letzterem Faktor hängen die Konsequenzen maßgeblich ab. Ein einmaliger Ausrutscher, womöglich noch unter speziellen Bedingungen, der unmittelbar danach gebeichtet wird, wird wohl eher verziehen als eine monatelange Affäre, die nur zufällig herausgefunden wird.

Zunächst muss allerdings festgehalten werden, dass die Definitionen von Fremdgehen für jedes Individuum sehr verschieden sein können.

Wo fängt Fremdgehen eigentlich an?

Für die einen schon beim Flirt, für die anderen erst beim richtigen Sex – so ungefähr könnte die Bandbreite des Fremdgehens lauten. In Zeiten des Internet kommt außerdem die virtuelle Komponente hinzu, die sich über Cyber-Sex per Chat oder Webcam definiert.
Es ist deswegen gar nicht nötig, eine allgemeingültige Definition des Fremdgehens zu formulieren, da es eigentlich nur darauf ankommt, dass beide Teile einer Beziehung die gleichen Werte zugrunde legen.

Die Auslöser: Es gehören meistens zwei dazu

Die Gründe für einen Betrug am Partner sind so vielfältig wie die Betrugsfälle selbst. Weit vorne stehen jedoch sicherlich Langeweile und sexuelle Neugier gerade in Langzeitbeziehungen, dicht gefolgt von den Schwierigkeiten einer Fernbeziehung oder ungeplanten Erlebnissen unter starkem Alkoholeinfluss. In vielen Fällen zeigt sich zudem, dass dem betrogenen Partner eine Teilschuld am Geschehenen zugeschrieben wird, da dieser zu wenig für die Beziehung getan habe, vor allem in sexueller Hinsicht.

Fremdgehen in Deutschland – Fakten und Zahlen

Es ist natürlich schwierig, die Zahl der Fremdgeher in Deutschland in Zahlen zu fassen, da die meisten Fälle strikt für sich behalten werden. Zu den Affären, die ungewollt auffliegen, gesellen sich außerdem etliche weitere Fälle, die niemals das Licht der Wahrheit erblicken. Es gilt allerdings inzwischen als erwiesen, dass Fremdgehen keineswegs ein vorwiegend männliches Phänomen ist. Beinahe ein Drittel aller Deutschen sind in ihrem Leben mindestens einmal fremdgegangen, wobei Frauen und Männer beinahe gleichauf liegen. All das führt zu dem interessanten Umkehrschluss, dass ein gewisser Teil der deutschen Bevölkerung bereits betrogen wurde, aber nichts davon weiß und vielleicht auch niemals davon erfahren wird.

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