Einsam an Weihnachten … oh du Fröhliche

WeihnachtssymbolFür die einen ist es die schönste Zeit des Jahres, andere hingegen erwarten mit Angst und Schrecken die Weihnachtsfeiertage. Für alle Menschen, die in einer harmonischen Beziehung oder in einer funktionierenden Familiengemeinschaft leben, bedeuten die Tage ab dem 24. Dezember gutes Essen, Geschenke und vor allem Gemeinsamkeit. Wer jedoch keine Partnerin, keine Familie oder Freunde hat, der ist verzweifelt. Rein statistisch gibt es rund um die Feiertage im Dezember die meisten Selbstmordversuche des ganzen Jahres.

Wer einen solchen Schritt wagt, ist feige und mutig zugleich

Frauen, Männer und Kinder, die die Feiertage im Kreise ihrer Lieben verbringen, haben keine Chance den Schmerz nachzuvollziehen, den ein einsamer Mensch in diesen Tagen durchlebt. In den Medien wie Fernsehen und Zeitschriften wird schon seit Ende Oktober gezeigt, wie man ein gelungenes Weihnachtsfest hinbekommt. Wer allein ist, der hat reichlich Zeit in die Glotze zu gucken und bekommt in ständiger Wiederholung Werbespots präsentiert, die ein harmonisches Weihnachtsfest inszenieren. Dieser permanente Angriff auf das Gemüt führt nicht nur zu Herzschmerz, sondern kann sich ferner auf das körperliche Befinden auswirken. Mangelnder Schlaf, Appetitlosigkeit und fehlende Kraft sind erste Anzeichen. Bevor man jedoch in Erwägung zieht, sich selbst etwas anzutun, ist es ratsam, nach vorn zu blicken.

Der Spruch: »Anderen geht es noch viel schlechter!«, ist zwar abgedroschen, aber wahr. Was bringt einem Menschen das höchste Glücksgefühl? Wer auf diese Frage die Antwort entgegnet: »Anderen zu helfen!«, der kann stolz auf sich sein. Der erste Schritt zum Verlassen des emotionalen Sumpfes ist damit getan. Insbesondere zu den Feiertagen gibt es mehr Bedürftige als sonst. Was spricht dagegen, sich einer regionalen Organisation anzuschließen und beispielsweise Geschenke bei Kindern in Heimen zu verteilen oder bei einer der vielen Tafeln zu helfen, die Menschen eine warme Mahlzeit bescheren. Hier ist man garantiert für jede Hilfe dankbar.

Selbstverständlich hilft diese Maßnahme im ersten Moment und augenscheinlich nicht gegen das eigene Leid. Allerdings trifft man Gleichgesinnte, die zu den Feiertagen andere Prioritäten setzten, als all die Menschen, die nur durch die Fußgängerzonen hetzten, um noch ein Weihnachtsgeschenk in letzter Sekunde zu besorgen. Das gute Gefühl etwas Sinnvolles getan zu haben und Hilfe zu leisten, ist die Grundlage für die persönliche Zufriedenheit.

Vielleicht lernst du sogar jemanden kennen

Wer an Weihnachten anderen Menschen hilft, muss zwar nicht zwingend ebenfalls allein sein, aber die Chance bei einer karitativen Aktivität, Frauen und Männer kennenzulernen, die genau wie du selbst keinen Partner und keine Familie haben, ist doch recht groß. Unter Umständen belohnst ihr euch am Abend mit einem gemeinsamen Gang über den Weihnachtsmarkt und lernt euch dort besser kennen. Die Motive der Helfer sind mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vordergründig.

Wer den Mut aufbringt, sich an den Feiertagen aus Verzweiflung selbst etwas anzutun, der schafft es allemal die Courage zu entwickeln zum Leben »ja« zu sagen. Wenn du hilft, erlangst du zudem rasch die Erkenntnis, wie viele einsame Menschen es gibt. Besonders an den Weihnachtsfeiertagen ist die Nächstenliebe eine der gefragtesten Eigenschaften.

Bei dieser Tätigkeit muss es sich ferner nicht nur um eine kurzfristige Flucht aus der Einsamkeit der Feiertage handeln.

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