Eifersucht ist menschlich

EifersuchtEine ganz menschliche Erscheinung, die nicht geschlechterspezifisch ist und sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen Artgenossen auftritt, ist die Eifersucht. Verschiedene Gedankengänge haben sich im Zusammenhang mit dem Phänomen Eifersucht ergeben, die eigentlich keine seltene Erscheinung ist, sondern die Menschen mehr oder weniger stark täglich begleiten kann. Eifersüchteleien sind nicht nur in Bezug auf eine Liebesbeziehung oder eine Partnerschaft zwischen gleichen oder verschiedenen Geschlechtern möglich, sondern ebenfalls unter Geschwistern oder auf Eltern.

Um die Eifersucht zu verstehen, sind einige Aspekte zu klären, die darin bestehen, ob Eifersüchteleien immer mit Liebe in Zusammenhang stehen, wie die Eifersucht überwindbar ist oder welche Auslöser einen sogenannten krankhaften Eifersuchtswahn bedingen.

Das Phänomen Eifersucht

Ganz nüchtern erklärt, leiden eifersüchtige Menschen unter einem ausgeprägten Besitzdenken, welches durch einen starken Anspruch auf eine andere Person besteht. Die Grundlage für ein Eifersuchtsverhalten stellen gefühlsmäßige Bindungen dar, die bereits in der vorgeburtlichen Phase einen Menschen prägen. Das eifersüchtige Empfinden und die psychischen Prozesse, die bei eifersüchtigen Menschen in Gang kommen, werden dadurch erzeugt, dass der Anspruch auf den geliebten Menschen ins Wanken gerät. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Verlustängste ins Spiel kommen oder die erwartete Zuwendung zu gering ist. Darüber hinaus ist es typisch, dass Menschen, die ihrem Partner oder ihren Eltern oder Geschwistern misstrauen und merken, dass die emotionale Bindung zu bröckeln beginnt. Wichtige Ursachen, die zu Eifersuchtsgedanken führen, sind fehlende Liebesbezeugungen, mangelnde Aufmerksamkeit und Enttäuschungen.

Ein eifersuchtsgeprägtes Verhalten muss sich jedoch nicht immer auf Menschen beziehen. In der Psychologie wird in diesem Zusammenhang von Subjekten und Objekten gesprochen. Die Objekte können Lebewesen, gleichsam auch tote Gegenstände sein.

Die Eifersucht bei Männern und Frauen

Grundsätzlich hat sich anhand praktischer Erfahrungen und wissenschaftlicher Studien gezeigt, dass das Eifersuchtsverhalten und die Eifersuchtsauslöser bei Frauen und Männern voneinander abweichen. Im Gegensatz zum Mann lösen bei Frauen häufig schon Gedanken oder Verdachtsmomente daran, dass der Partner gefühlsmäßig untreu geworden ist, Eifersuchtsreaktionen aus. Männer werden erst dann eifersüchtig, wenn die Partnerin oder der Partner sexuell untreu wurden. Da anfängliche Eifersüchteleien zu einer Erkrankung werden können, die sowohl für den oder die Betroffenen als auch den Partner eine enorme alltägliche Belastung darstellen, kommt in vielen Fällen eine Therapie in Frage. Im Mittelpunkt der Behandlungen steht die einfache Erklärung, dass Eifersuchtsverhalten daraus erwächst, Angst zu haben, dass die Liebe keinen Bestand mehr hat. Nicht das Gegenüber oder der geliebte Partner oder andere Menschen lösen die eifersüchtigen Gedanken aus, sondern immer das Subjekt von sich aus. Die Grundlagen dafür sind vielgestaltig und können durch ein mangelndes Selbstvertrauen und eingeschränkte Achtung der eigenen Persönlichkeit sowie ständiges Zweifeln an der eigenen Person zu der eifersuchtsauslösenden Angst führen.

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