Die häufigsten Betrugsmaschen von Kontaktbörsen

AchtungSich im Internet auf Partnersuche zu begeben, ist mittlerweile gesellschaftsfähig geworden. Das mit der Suche nach dem Liebesglück auch Geld verdient werden kann, ist ein offenes Geheimnis. Es tummeln sich eine Vielzahl von kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten im Internet. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass ein Kontaktbörsenbetreiber seine Dienste kostenpflichtig anbietet. Allerdings finden sich immer wieder Anbieter, die mit eher zweifelhaften Geschäftspraktiken den Verbraucher ködern.

Unschöne Praktiken von Kontaktbörsen

Es finden sich einige Anbieter, die den Kunden damit ködern, dass eine Anmeldung kostenlos ist. Dass allerdings die Nutzung, insbesondere die Kontaktaufnahme zu anderen Mitgliedern oder das Lesen von Nachrichten kostenpflichtig ist, lässt sich nur aus den AGBs herauslesen. Dabei wird oftmals offen gelassen, welche Leistungen für welchen Preis angeboten werden. Diese erfährt der Nutzer nur dann, wenn er sich anmeldet.

Hat er sich erst einmal angemeldet, wird der potentielle Kunde mit einer Flut von interessierten Partnern überhäuft. Nicht selten werden Lockvogelangebote unterbreitet, bei denen mit Ermässigungen geworben wird, wenn der Nutzer sich möglichst schnell für den Abschluss einer Premium-Mitgliedschaft entscheidet.

Eine weitere beliebte Praxis sind sogenannte Abos, bei denen sich eine Mitgliedschaft bei Nichtkündigung automatisch verlängert. Rechtlich ist diese Praxis durchaus zulässig, sofern in den AGB darauf hingewiesen wird. Um sich vor einer bösen Überraschung zu schützen, weil das Abo nicht rechtzeitig gekündigt wurde, ist es ratsam den abgeschlossenen Vertrag noch am selben Tag zu kündigen. Auf diese Weise kann sich der Verbraucher vor unerwünschten Vertragsverlängerungen schützen. Falls es dennoch gewünscht ist, den Vertrag zu verlängern, ist das jederzeit möglich.

Vorsicht vor Test-Abos

Manche Betreiber von Flirt-Communitys bieten ein kostengünstiges Test-Abo an. Auch dieses Angebot klingt oft sehr verlockend. Wenn allerdings das Test-Abo nicht fristgerecht gekündigt wird, verlängert sich dieses automatisch in eine mehr-monatige Premium-Mitgliedschaft. Die Löschung des Profils reicht in den seltensten Fällen aus, um das eingegangene Vertragsverhältnis zu beenden. Manche Anbieter machen es dem Kunden leicht die Premium-Mitgliedschaft fristgerecht zu kündigen, indem sie nutzerfreundliche Kündigungs-Buttons bereitstellen. Andere Portale verlangen eine schriftliche Kündigung per E-Mail oder Fax. Einige wenige Singlebörsen-Betreiber bestehen auf eine schriftlich-postalische Kündigung mit handgeschriebener Unterschrift. Die Kündigungsformalitäten finden sich in der Regel in den AGBs. Es empfiehlt sich die AGBs vor Abschluss einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft gründlich zu lesen, auch wenn das mühselig erscheint.

Laut Telekommunikationsgesetz steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht zu, welches innerhalb von 14 Tagen geltend gemacht werden kann. Um den Widerruf allerdings geltend machen zu können, ist es unabdingbar, dass keinerlei kostenpflichtige Leistungen genutzt wurden. Das Lesen oder Schreiben von nur einer Nachricht kann das Widerrufsrecht kippen, da dieses eine kostenpflichtige Leistung ist. Meist findet sich auch hier ein entsprechender Passus in den AGB.

Worauf bei kostenlosen Kontaktbörsen achten?

Doch auch bei kostenlosen Kontaktbörsen können Gefahren lauern. Manche Betreiber haben in ihren Nutzungsbedingungen stehen, dass gemachte Daten an Dritte weitergegeben werden dürfen. Manche Kontaktbörsen verkaufen diese Daten dann weiter. Um sich vor der missbräuchlichen Nutzung seiner Daten zu schützen, ist es ratsam eine extra E-Mail-Adresse anzulegen, die nur für diesen Zweck der Anmeldung bei einer Kontaktbörse genutzt wird und jederzeit gelöscht werden kann. Denn sonst kann es passieren, dass plötzlich jede Menge ungewünschter Werbung im Postkasten landet.

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